Pietà. (KFS) 
Die Wolle fárbte Ferdinand Nigg selber: mir sind seine Rezepte nicht bekannt, aber er 
ist sehr wohl in seinem Werkraum, in der Waschküche seines Hauses am Altenbach in 
Vaduz wáhrend der Semesterferien beim Wollefárben beobachtet worden, dafür gab 
es allemal Zeitzeugen. 
Als Kunstpádagoge hat Nigg in den 20er Jahren in Kóln, zusammen mit seinen Tex- 
tilklassen und Meisterschülerinnen die Entstehung riesiger expressivistischer Teppiche, 
Chorraumteppiche, ganze Innenraumausstattungen für rheinische Kirchen, von den 
berühmtesten Kólns, den romanischen wie den modernsten des Kirchenbauers Domi- 
nikus Bóhm, begleitet. 
Dies war indirekt auch eine Fórderung der Frau, denn in der Kunst (wie in der Musik im 
Übrigen auch) hatte sie bis anhin noch nicht viel zu suchen gehabt, mit ein paar Aus- 
nahmen hatten Frauen ausserhalb des Kunsthandwerks immer noch wenig bis nichts 
zu sagen. Innerhalb des Kunsthandwerklichen jedoch hatte man ihr damals schon 
einen gesellschaftlichen Stellenwert zugedacht.
        

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