Nendeln mit zwei Gulden Reichswährung Strafgeld zugunsten des lokalen 
Armenfonds zu bestrafen.^? 
Das Oberamt in Vaduz reagierte zwar rhetorisch scharf, hatte sich aber 
bereits hinter den Kulissen um eine gütliche Lósung bemüht. Es hatte die 
Idee mit der erwähnten kostenlosen Zuordnung der Frauen zur Heimat- 
gemeinde ihrer zukünftigen Ehegatten vorangetrieben. So wurde auch für 
Maria Anna Oberhuber und Mattháus Kirschbaumer der Weg zur Ehe und zur 
Legitimierung ihrer drei bereits geborenen gemeinsamen Kinder geeb- 
net. Das Paar hatte noch sieben weitere Kinder, die Familie baute schliesslich 
1857 ein eigenes Haus in Schaanwald."! Dort verstarb Maria Anna 
Kirschbaumer(-Oberhuber), gelernte Korbflechterin, im Jahr 1871. 
Sie hinterliess mit Ausnahme des der Familie gehörenden Hauses kein 
Vermógen."? Auch ihr Mann Mattháus Kirschbaumer starb im selben 
Jahr? Emil Kirschbaumer, ein Enkel von Maria Anna Oberhuber und 
Matthäus Kirschbaumer, konnte sich schliesslich 1916 in das volle Gemeinde- 
bürgerrecht von Mauren einkaufen." 
70 hd. 
271 || LA RC 106/208: Matthäus Kirschbau- 
mer, Hausbau in Schaanwald 1857. 
272 || LA J 4/A 102/37: Maria Anna Kirsch- 
baumer, geborene Oberhuber, Tod am 
29. April 1871. 
73 Siehe Stammbaum 6 auf S. 180. 
?^ Vgl. Kap. 7.6: Einbürgerung von Emil 
Kirschbaumer 1916 in Mauren. 
192 
  
 
        

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