bereits im Gemeindegesetz von 1842 definiert worden.“ 
Die Einbürgerungs- 
taxen für diese Neubürger wurden von der Regierung auf Vorschlag der 
Gemeinden festgelegt. Sie durften nur in dem Betrag bestehen, der dem 
tatsächlichen Wert des Gemeindenutzens entsprach. Minderjährige Kinder 
wurden kostenlos mit eingebürgert.'^' 
Liechtensteinische Staatsbürger, deren Heimatrecht nicht eindeutig 
ermittelt werden konnte, wurden nun jener Gemeinde zugewiesen, in der sie 
sich «erwiesenermassen am längsten und im Zweifelsfalle zuletzt» aufgehalten 
hatten. Findelkinder erhielten das Bürgerrecht in der Gemeinde, in der 
sie aufgefunden wurden. Auch diese Personengruppen erhielten erst dann 
die vollen Nutzungsrechte in ihrer Gemeinde, wenn sie die geforderte 
Einkaufstaxe bezahlt hatten. 
  
Der Landtagsabgeordnete Markus Kessler war Vorsitzender der Kommission, die das neue Gemeindegesetz von 
1864 vorbereitete. Dieses Gesetz erhob die Hintersassen in die Klasse der Gemeindebürger. 
131 
  
180 Vgl. entsprechende Ausführungen in 
Kap. 4.5: Das Gemeindegesetz von 1842. 
141 LGBI. 1864/Nr. 4: Gemeindegesetz vom 
24. Mai 1864, 8 27. 
12 Ebd, $ 10. 
  
  
  
  
 
        

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