Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
52
Erscheinungsjahr:
2012
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000341258/702/
andere geldwerte Interessen.49Zudem fallen die wohlerworbenen Rechte des öffentlichen Rechts in den Schutzbereich der Eigentumsga- rantie.50 Die Eigentumsgarantie verleiht keinen Anspruch auf das Erbringen von staatlichen Leistungen. Durch das ungeschriebene Grundrecht auf ein Existenzminimum wird aber ein Minimalstandard an Leistungen ga- rantiert.51 2.2Vermögenswerte Rechte des Privatrechts Die Eigentumsgarantie schützt zunächst das 
(zivilrechtliche) Sacheigen- tum. Dazu gehört insbesondere das Grundeigentum.52Auch das Fahr- niseigentum fällt in den Schutz der Eigentumsgarantie.53Weiter gehören die beschränkten dinglichen Rechte54und der Besitz55zum Eigentum im sachenrechtlichen 
Sinne.56Obligatorische Rechtezählen ebenfalls zu den geschützten vermögenswerten Privatrechten.57Es sind dies beispiels- weise Rechte aus Kauf-, Verkauf-, Miet-, Pacht- und Arbeitsverhältnis- 702Klaus 
A. Vallender / Hugo Vogt 49Vgl. StGH 2001/2, Entscheidung vom 9. April 2001, nicht publiziert, S. 19. Vgl. Höfling, Grundrechtsordnung, S. 172 ff.; Wille H., Verwaltungsrecht, S. 56 f.; Kie- ber, Praxis, S. 125 f.; Frick, Gewährleistung, S. 63 f. 50Vgl. StGH 1997/32, Urteil vom 2. April 1998, LES 1999, S. 16 (19). Vgl. Höfling, Grundrechtsordnung, S. 172 ff.; Wille H., Verwaltungsrecht, S. 56 f; Fehr, Grund- verkehrsrecht, S. 144 ff.; Kieber, Praxis, S. 125 f.; Frick, Gewährleistung, 63 f. 51Vgl. StGH 2004/48, Urteil vom 21. Februar 2005, Erw. 2.2 und 2.3. 52Vgl. StGH 1996/29, Urteil vom 24. April 1996, LES 1998, S. 13 (17); StGH 1997/12, Urteil vom 29. Januar 1998, LES 1999, S. 1 (5). Vgl. auch die umfassenden Recht- sprechungsnachweise bei Wille H., Verwaltungsrecht, S. 58. 53Der Begriff des Fahrniseigentums wird in Art. 171 SR wie folgt umschrieben: «Ge- genstand des Fahrniseigentums sind die ihrer Natur nach beweglichen körperlichen Sachen sowie die Naturkräfte, die der rechtlichen Herrschaft unterworfen werden können und nicht zu den Grundstücken gehören.» 54Vgl. StGH 2001/12, Entscheidung vom 25. März 2003, LES 2005, S. 67 (71); StGH 2005/12, Urteil vom 6. Februar 2006, LES 2007, S. 19 (24 ff.). Zu den beschränkten dinglichen Rechte zählen etwa Grunddienstbarkeiten (Art. 198 SR) sowie auch Wegrechte aller Art. 55Vgl. Wille H., Verwaltungsrecht, S. 59. 56Vgl. ausführlich zu alldem Wille H., Verwaltungsrecht, S. 58 ff.; Höfling, Grund- rechtsordnung, S. 172; Fehr, Grundverkehrsrecht, S. 144 f. Für die Schweiz siehe Vallender, Art. 26 BV, Rz. 20 f.; Müller / Schefer, Grundrechte, S. 1013 ff. 57Vgl. StGH 2001/12, Entscheidung vom 9. April 2001, nicht publiziert, S. 19. Vgl. auch schon StGH 1988/19, Urteil vom 27. April 1989, LES 1989, S. 122 (124). Siehe dazu auch Wille H., Verwaltungsrecht, S. 60; Höfling, Grundrechtsordnung, S. 172; Fehr, Grundverkehrsrecht, S. 144 f. 
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