Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
50
Erscheinungsjahr:
2011
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326999/40/
spiele zu nennen. Dieser Weg ist künftig fortzusetzen und zu intensivie- ren, insbesondere auch über die eigene Institution hinaus. Insgesamt haben sich die Aufgaben, wie sie dem Liechtenstein-In- stitut seit seiner Gründung aufgetragen sind, bewährt und bleiben aus unserer Sicht die gleichen, nämlich: die Kontinuität und Aktualität des Liechtenstein-Wissens zu sichern und auszubauen, gute Forschung auf hohem Niveau zu betreiben, die Attraktivität liechtensteinischer The- men zu erhöhen, den einheimischen Forschungsnachwuchs zu unter- stützen und die internationale Vernetzung der aus Liechtenstein heraus betriebenen Forschung voranzubringen. Wenn auch diese Aufgaben des Liechtenstein-Instituts die gleichen bleiben, so erhöhen sich durch die zunehmende Komplexität und Ver- netzung doch ständig die Anforderungen, insbesondere an den Staat Liechtenstein, an seine Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft. Im Zuge der Globalisierung nehmen die Herausforderungen, die Ver- letzbarkeiten und damit auch der Anpassungsdruck des Kleinstaates Liechtenstein laufend zu. Die Nachhaltigkeit vieler Entwicklungen ist aus politischer, ökonomischer, gesellschaftlicher und ökologischer Sicht nicht wirklich gesichert; die entsprechenden Bereiche und Prozesse blei- ben verletzlich und gefährdet. Dem stehen die Chancen und aber auch die Flexibilitätsvorteile des Kleinstaates gegenüber, die genutzt werden können. Liechtenstein hat seinen Souveränitätsbonus in den letzten Jahrzehnten aktiv genutzt. Es sei an den Ausbau des Wirtschafts- und Finanzstandortes und an den eigenständigen Weg der Beteiligung an in- ter- und supranationalen Organisationen sowie an die erfolgreiche Wirt- schaftsintegration erinnert. Dazu gehören auch die Mitgliedschaften im Europarat, der UNO und dem EWR. Wie auch schon in der Vergangenheit stösst der Kleinststaat in vie- len Unterfangen bezüglich Grössenverträglichkeit wiederholt an seine Grenzen. Zu deren Bewältigung erweisen sich beispielsweise eine fort- laufende realistische Einschätzung der Auswirkungen von globalen und internationalen Entwicklungen auf Liechtenstein, ein Ausloten der ver- bleibenden Handlungsspielräume, die rasche und bestmögliche Erledi- gung der eigenen Hausaufgaben sowie eine breite Kooperation mit den Nachbaren aber auch die Förderung der eigenen Identität als geeignete Anknüpfungspunkte. Eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung bedingt eine   kritische Selbstbeobachtung, wozu auch die Wissenschaft ihren Beitrag 40Mario 
F. Broggi, Manfried Gantner, Wilfried Marxer und Herbert Wille
        

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