Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
50
Erscheinungsjahr:
2011
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326999/366/
chischen Republik thematisiert. Dieser Forschungsbereich konzentriert sich aber nicht nur auf das akademische Interesse, sondern dient auch den staatlichen Zielsetzungen Liechtensteins, die durch geschichtliche Entwicklung in den beiden Ländern entstandenen teilweise angespann- ten Beziehungen wissenschaftlich aufzuarbeiten. Die von beiden Staaten im Jahr 2010 eingesetzte tschechisch-liechtensteinische Historikerkom- mission wird sich mit der gemeinsamen Geschichte Böhmens, Mährens und Schlesiens und des Hauses Liechtenstein sowie mit dem Verhältnis beider Länder zueinander im 20. Jahrhundert befassen. Das Ziel der Kommission ist es, einen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis der ge- meinsamen Geschichte, ihrer Chancen und Herausforderungen zu leis- ten. Dass mit Peter Geiger als liechtensteinischer Ko-Präsidenten der Kommission wiederum ein Mitarbeiter des Liechtenstein-Instituts no- miniert wurde, ist ein weiterer Hinweis für die Bedeutung des Liechten- stein-Instituts für die Geschichtsforschung in Liechtenstein. Einen weiteren Baustein in der Arbeit des Liechtenstein-Instituts stellen auch die in seinem Auftrag organisierten Symposien dar. Im Fachbereich Geschichte zeigt sich dies anschaulich in dem im Jahr 2006 von Professor Dieter Langewiesche, Mitglied des Wissenschaftlichen Rates des Liechtenstein-Instituts, zum Jubiläum «200 Jahre Souveränität Fürstentum Liechtenstein» unter dem Titel «Kleinstaaten in Europa» or- ganisierten Symposium. Wie Langewiesche im Vorwort der zu diesem Symposium erschienen Publikation (Dieter Langewiesche, Hrsg., Klein- staaten in Europa, Symposium am Liechtenstein-Institut zum Jubiläum 200 Jahre Souveränität Fürstentum Liechtenstein 1806–2006, LPS Band 42, Vaduz 2007.) vermerkt, widmete sich dieses vom Staat finanziell ge- förderte Symposium der Grundfrage, «den Beginn der Souveränität Liechtensteins wissenschaftlich zu erörtern». Damit brachte dieses Sym- posien ein «Zentrum der Forschungsschwerpunkte des Liechtenstein- Instituts» zum Ausdruck. Aus dem oben Angeführten kann deshalb wohl mit Fug und Recht festgehalten werden, dass das Liechtenstein-Institut in den ersten 25 Jah- ren seiner Auseinandersetzung mit der Geschichte Liechtensteins funda- mentale Beträge zu deren Aufarbeitung beigetragen hat. Die Aufarbei- tung hat auf zwei Ebenen stattgefunden: die eine ist die wissenschaftli- che Ebene, welche bisher brach liegende weisse oder auch dunkle Fle- cken der liechtensteinischen Geschichte aufgriff und auf vorbehaltlose, der Suche nach der wahrhaftigen Darstellung der Vergangenheit ver- 366Rupert Quaderer
        

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