Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
50
Erscheinungsjahr:
2011
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326999/365/
Liechtenstein auf die «Region Alpenrheintal» unter Einbezug Graubün- dens, des Sarganserlandes, Werdenbergs und Vorarlbergs eine grundle- gende thematische Bereicherung. Dies zeigte sich in den aufgegriffenen Themen von «Natur und Landschaft im Alpenrheintal – Von der Erdge- schichte bis zur Gegenwart» über «Das Kriegsende 1918 im Alpen- rheintal» und «Das Alpenrheintal als Sprachlandschaft bis zur «Archäo- logie im Alpenrheintal». Die grosse Hörer- und Hörerinnenzahl bei den Vorlesungen belegt, dass das Interesse für historische Themen in weiten Teilen der liechtensteinischen Bevölkerung gegeben ist. Zudem bewir- ken diese Veranstaltungen eine sehr breite Ausstrahlung des Liechten- stein-Instituts. Als weitere nachhaltige Auswirkungen der Geschichtsforschung am Liechtenstein-Institut sind Aufgaben der Forschenden zu nennen, welche diese ausserhalb des Instituts übernahmen und übernehmen. Als wichtigste Beispiele solcher Aufgaben sind etwa die Mitarbeit in der von der Regierung eingesetzten «Unabhängigen Historikerkommission Liechtenstein – Zweiter Weltkrieg» und in dem ebenfalls vom Staat ge- tragenen «Historischen Lexikon für das Fürstentum Liechtenstein» zu erwähnen. Das Liechtenstein-Institut hatte durch seine Forschung zum Zwei- ten Weltkrieg für die Historikerkommission wichtige Vorarbeit geleistet. Das Land Liechtenstein konnte sich bei der Einberufung der Kommis- sion auf diese Vorarbeit abstützen, und die Kommission musste ihre Ar- beit nicht bei einem Nullpunkt ansetzen. Als Präsident dieser Kommis- sion berief die Regierung Peter Geiger. Auch beim Historischen Lexikon wirkte das Liechtenstein-Institut tatkräftig mit. So übte Rupert Quaderer das Amt des Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirates aus; Fabian Frommelt hatte vor seiner Tä- tigkeit am Liechtenstein-Institut beim Lexikon als Redaktionsleiter ge- arbeitet. Zudem hatten sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Liechtenstein-Instituts eine Autorenschaft für zahlreiche Lexikonartikel übernommen. Eine weitere Folge der Geschichtsforschung am Liechtenstein-In- stitut ist der Aufbau von Verbindungen zu anderen wissenschaftlichen Institutionen. So konnte mit dem Institut für Weltgeschichte der philo- sophischen Fakultät der Karlsuniversität in Prag ein Abkommen abge- schlossen werden, welches die Zusammenarbeit vor allem im Bereich der Erforschung der Beziehungen zwischen Liechtenstein und der tsche- 365 
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