Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
50
Erscheinungsjahr:
2011
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326999/364/
im Reich, in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein, welches in der Studie ebenfalls dargestellt werden soll». (Text der Vorstellung der Dissertation auf der Homepage des Liechtenstein-Instituts.) Den mit anderen Ländern Europas verglichen hohen Ausländeran- teil in Liechtenstein und daraus resultierende Fragen des gesellschaftli- chen Umgangs der liechtensteinischen Gesellschaft mit Ausländern greift die Dissertation von Martina Sochin («Liechtensteins Umgang mit Fremden von 1945 bis in die Gegenwart») auf. In einer dem liechtenstei- nischen Kontext zugrunde gelegten Typologie der Heiratsmigration, der Arbeitsmigration und der Fluchtmigration werden Wahrnehmungs- und Umgangsformen mit dem «Fremden» sowohl von Seiten des Staates, von Seiten institutioneller Verbände oder Organisationen als auch von Seiten der liechtensteinischen Bevölkerung untersucht. Dabei untersucht die Dissertation, welche Attribute den in Liechtenstein als fremd wahrge- nommenen Personen zugeschrieben wurden, wo diesen von liechten- steinischer Seite aus als fremd bezeichneten Personen der Zugang zur liechtensteinischen Gesellschaft ermöglicht wurde, wo er erschwert oder wo er gar überhaupt verwehrt wurde. Daraus ergeben sich Fragen nach spezifisch liechtensteinischen Definitionsformen von «Fremdheit», Er- kenntnisse zum liechtensteinischen Überfremdungsdiskurs sowie zu In- tegrationsdebatten. Ebenso wird dabei die Rolle des Staates, der Politik, der Verbände und Organisationen sowie der Bevölkerung in der Gene- rierung von Wahrnehmungsmustern und Umfangsformen mit «Frem- den» diskutiert. Ein bedeutendes und eindruckvolles Zusatzergebnis zur Arbeit an den Forschungsthemen stellen die Vorlesungen dar, welche aus den For- schungstätigkeiten herauswachsen. Die Vorlesungen werden seit 1988 in verschiedenen Veranstaltungsformen öffentlich angeboten. Wurden an- fänglich ganze Vorlesungsreihen von den einzelnen Forschenden als Zwischenbericht über ihre Forschungsergebnisse angeboten (z. B. «Liechtenstein in den Dreissiger Jahren»; «Liechtenstein im Zweiten Weltkrieg»; «Liechtenstein während des Ersten Weltkrieges»), so wer- den diese nun eher als Ringvorlesung mit mehreren Referentinnen und Referenten durchgeführt (z. B. «Aus der Geschichte der liechten- steinischen Gemeinden»; «Parteien in Liechtenstein Gegenwart und Geschichte».) Teilweise werden auch fachübergreifende Themen (Ge- schichte, Politikwissenschaft, Recht) aufgegriffen. Der Vorlesungsbe- reich in Geschichte erfuhr durch die Erweiterung des Blickwinkels von 364Rupert Quaderer
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.