Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
50
Erscheinungsjahr:
2011
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326999/359/
Was ist anders, als es vorher war? Einige Überlegungen zu 25 Jahren Geschichts - forschung am Liechtenstein-Institut Rupert Quaderer Das Liechtenstein-Institut versteht sich seit seiner Gründung vor 25 Jah- ren als wissenschaftliche Forschungseinrichtung und akademische Lehr- stätte mit dem Ziel, einen verantwortungsvollen Beitrag zu liechtenstein- relevanten Themen und zum liechtensteinischen Selbstverständnis zu leisten. Dieses Ziel strebt das Liechtenstein-Institut durch Forschung, Lehre und Publikationen sowie durch Dienstleistungen wie Gutachten, Stellungnahmen, Fachauskünfte u. a.m. an. So ist es in seinen Statuten und auch in der Leistungsvereinbarung mit der Regierung Liechten- steins festgehalten. Die Geschichtswissenschaft gehört seit Gründungsbeginn zu ei- nem der vier Forschungsbereiche des Liechtenstein-Instituts. Im Fol- genden möchte ich der Frage nachgehen, welches die Schwerpunkte der Geschichtsforschung am Liechtenstein-Institut in den vergangenen 25 Jahren waren. Damit verbunden ist die zusätzliche Frage, inwiefern diese Forschungstätigkeit zum liechtensteinischen Selbstverständnis bei- getragen hat. Gleich nach Beginn seiner Tätigkeit nahm das Liechtenstein-Insti- tut Kontakt mit dem Historiker Peter Geiger auf und vereinbarte mit ihm auf dessen Vorschlag hin das erste Forschungsprojekt des Fachbe- reichs Geschichte. Der zu erforschende Zeitabschnitt sollte sich auf die Jahre 1930 bis 1945 konzentrieren. Die Überzeugung, dass die wissen- schaftliche Untersuchung der Geschichte Liechtensteins dieser Epoche ein dringendes und drängendes Anliegen darstellte, führte zu dieser Ent- scheidung. Bis zur Forschungsarbeit Peter Geigers fehlte eine umfas- sende und detaillierte wissenschaftliche Darstellung dieses für Liechten- stein schwierigen und heiklen Zeitabschnitts. Es existierten lediglich ei- nige Aufsätze zu einzelnen Themenbereichen. Dass Peter Geiger mit diesem Forschungsprojekt betraut wurde, hatte den Vorteil, dass er ei- nerseits das Land – auch in seinen Interna – sehr gut kannte und kennt, 359
        

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