Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
50
Erscheinungsjahr:
2011
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326999/344/
Die Regierung hat sich in ihrer Postulatsbeantwortung betreffend «Ein Konzept zur Förderung der Wissenschaft und der Forschung», welche als Grundlage für eine zukünftige Wissenschafts- und For- schungsstrategie dienen soll, «zur Mitgestaltung des europäischen For- schungsraums – also eine weiterhin aktive Teilnahme an den europäi- schen Forschungsprogrammen wie das FP7» – bekannt und als eine not- wendige Stossrichtung vorgegeben. Sie will damit liechtensteinischen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen die Teilnahme an internationalen Forschungsförderungsprogrammen ermöglichen.33Im Folgenden wird daher eine Positionierung Liechtensteins im Europäi- schen Forschungsraum 
vorgenommen. 3.Liechtensteins Positionierung im Europäischen Forschungsraum Der Europäische Forschungsraum ist vor allem durch seine Heterogeni- tät und institutionelle Ausdifferenzierung gekennzeichnet. Unter Hete- rogenität ist hier in erster Linie die starke Varianz in der Leistungsfähig- keit nationaler Innovationssysteme zu verstehen. Dies gilt sowohl hin- sichtlich der Inputfaktoren (z. B. Investitionen in F&E) als auch der Outputfaktoren (z. B. Patentanmeldungen). Die Innovationsführer kon- zentrieren sich in den nordischen Ländern (Finnland, Schweden, Däne- mark) und den Niederlanden, wohingegen die grösseren Volkswirt- schaften (Deutschland, Frankreich) mit Ausnahme Grossbritanniens im internationalen Vergleich lediglich durchschnittliche Leistungen aufwei- sen. So sind beispielsweise Finnland, die Niederlande und Schweden bei den öffentlichen F & E-Aufwendungen, in Bezug auf die F&E-Auf- wendungen der Wirtschaft sowie bei Hochtechnologiepatenten führend. Seit Mitte der 1980er Jahre hat sich F&T-Politik in Europa zudem zunehmend institutionell ausdifferenziert und ist zu einer typischen Mehrebenenpolitik avanciert.34Dies bedeutet, dass unterschiedliche 344Heiko 
Prange-Gstöhl 33Regierung des Fürstentums Liechtenstein, Ein Konzept zur Förderung der Wissen- schaft und der Forschung, S. 61. 34Vgl. Grande, Innovationspolitik im europäischen Mehrebenensystem; Borrás, The Innovation Policy of the European Union.
        

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