Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
50
Erscheinungsjahr:
2011
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326999/343/
Um liechtensteinischen Forschern die Möglichkeit zu eröffnen, Drittmittel in Österreich und der Schweiz einzuwerben, zahlt Liechten- stein jährlich jeweils CHF 250000 in den Österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) und den Schweize- rischen Nationalfonds (SNF) ein. Zur Förderung des regionalen Wissenstransfers hat Liechtenstein sich an der 2007 erfolgten Gründung des CESEM im benachbarten Graubünden beteiligt. Bis Ende 2011 wird das Land circa CHF 2,7 Mio. zur Finanzierung des Instituts beitragen. Ziel ist die Ansiedlung von CESEM-Spin-Offs in Liechtenstein.29In dieselbe Richtung geht eine Beteiligung Liechtensteins an dem geplanten Innovationszentrum Rheintal (IZR). In Kooperation mit den Kantonen St. Gallen und Grau- bünden soll das IZR Dienstleistungen und Infrastruktur zur Unterstüt- zung innovativer Unternehmen bereitstellen. Insgesamt kann festgehalten werden, dass Liechtenstein einige für ein erfolgreiches Innovationssystem30zentrale Elemente besitzt. Hierzu zählen ein liberales Wirtschaftssystem (z. B. niedrigere Regulierungs- dichte, geringe Bürokratisierung), ein hochentwickelter Finanzsektor, der Zugang zu hoch qualifiziertem Personal aufgrund des regional (Rheintal) und überregional (Schweiz, Österreich) ausgerichteten Aus- bildungssystems sowie ein hoher Anteil privater F & E-Investitionen in Premium- und Nischenmärkten der Hochtechnologie.31Die vom INNO-Policy TrendChart der Europäischen Kommission konstatierte Effizienz Liechtensteins, Innovationsinput (z. B. F & E-Investitionen) in Innovationsoutput (z. B. hohe Patentintensität) zu transformieren, lässt ein effektives Zusammenspiel zwischen Organisationen (z. B. Unterneh- men, Forschungseinrichtungen) und Institutionen (z. B. Regulierungen, Traditionen) im liechtensteinischen Innovationssystem annehmen, da dieses Zusammenspiel entscheidend die Kapazität und die Effizienz ei- nes Innovationssystems bestimmt.32343 
Liechtenstein im Europäischen Forschungsraum 29Ibid, S. 34. 30Galli und Teubal (1997, S. 345) definieren ein Innovationssystem als «the set of or- ganizations, institutions, and linkages for the generation, diffusion, and application of scientific and technological knowledge». 31Siehe Lundvall, Introduction. 32Siehe u. a. Edquist / Johnson, Institutions and Organizations in Systems of Innova- tion; Lundvall u. a., National systems of production.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.