Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
50
Erscheinungsjahr:
2011
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326999/341/
müssen. Elektronik, Feinmechanik, Optik, Maschinenbau, Fahrzeugbau und Medizinaltechnik zählen zu den innovationsintensivsten Branchen. Die Zukunft sehen viele Unternehmen insbesondere in der Werkstoff- technologie, der Elektronik, Optik und der Produktionstechnologie. Maschinenbau, die Produktion von elektronischen und optischen Aus- rüstungen, Energie, Wasser und Umwelt werden als die erfolgverspre- chendsten Zukunftsbranchen betrachtet.24Klein- und Mittelunterneh- men sind ähnlich innovativ wie grosse Unternehmen und kooperieren bei der Umsetzung von Innovation oft mit internationalen Partnern. 2.2.Liechtenstein als Forschungsstandort Die in Liechtenstein von Wirtschaft und Staat aufgewendeten Investitio- nen in Forschung und Entwicklung lagen im Jahr 2008 mit 6,8 % des BIP dreimal so hoch wie im OECD-Durchschnitt mit 2,3 % (siehe Ab- bildung 2). Die von der liechtensteinischen Wirtschaft aufgewendeten Forschungs- und Entwicklungsausgaben betragen 98,5 % der gesamten Aufwendungen und werden von wenigen Industriebetrieben im Bereich der angewandten Forschung erbracht.25Die restlichen 1,5 % werden vom Staat erbracht. Im Vergleich mit der EU zeigt sich somit eine sehr spezifische Situation für Liechtenstein. Im EU-Durchschnitt beträgt der private Anteil an der Forschungsfinanzierung 54,6 %, in der Schweiz 69,7 %, in Israel 69 % und in den USA 64,9 %.26 Im Jahr 2006 beliefen sich die Ausgaben der liechtensteinischen Unternehmen für Forschung und Entwicklung auf insgesamt rund CHF 337 Mio., wovon CHF 297 Mio. durch die Grossunternehmen fi- nanziert wurden. Im Jahr 2008 investierten allein die LIHK-Mitglieds- unternehmen CHF 344 Mio.27Private F & E-Investitionen sind insge- samt ein starker Innovationsmotor für Liechtenstein und machen Liech- tenstein zu einem Innovations-Leader in Europa.341 
Liechtenstein im Europäischen Forschungsraum 24Ibid. 25Siehe Regierung des Fürstentums Liechtenstein, Konzept zur Förderung der Wis- senschaft und der Forschung, S. 22. Circa 20 der grössten produzierenden Betriebe tragen 88 % zur privaten F&E-Finanzierung bei. Kleine- und mittlere high-tech Unternehmen finanzieren die restlichen 12 % (European Commission 2009, S. 5). 26European Commission, Key Figures Report 2008/09, S. 33. 27European Commission, InnoPolicy Trendchart 2009, S. 5.
        

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