Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
50
Erscheinungsjahr:
2011
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326999/325/
ressen bündeln und richtungweisende Entscheidungen fällen kön- nen – deren Qualität die Wähler im Nachhinein bewerten sollen.»46 Während der politischen Führung ein positiver Einfluss auf Handlungs- fähigkeit und Problemlösungskapazität nachgesagt wird, bleibt die nor- mative Bewertung derselben ambivalent, da starke Führung stets ein Ri- siko für die Responsivität und Legitimität der Demokratie darstellt. Der Einfluss einzelner Führungspersönlichkeiten ist person- und situations- abhängig und deswegen aus der Sicht des rechtsstaatlichen Ideals der Re- gelorientierung kritisch zu bewerten.47 Vor diesem Hintergrund ist es nicht erstaunlich, dass die politik- wissenschaftliche Führungsforschung («Leadership-Forschung») in den letzten Jahren einen Aufschwung erlebt hat.48Obwohl eine allgemein anerkannte Definition von «Führung» fehlt, lässt sich ein gemeinsamer Kern festhalten, der in Ausübung von Einfluss besteht.49Funktional be- zieht sich diese einerseits auf die Integration der zu führenden Gruppe und andererseits auf die Erreichung der Gruppen- und Organisations- ziele.50Dabei wird Erfüllung der Funktionen zum einen durch Struktu- ren (Institutionen) und Kontexte, zum anderen durch persönliche Ei- genschaften der Führungspersönlichkeit beeinflusst.51Hinsichtlich der Potentiale der Monarchie sollen im nächsten Abschnitt jedoch nicht die – erforderlichen – persönlichen Eigenschaften der Monarchen – im Sinne einer modernen Variante der Fürstenspiegel52– untersucht werden, son- dern es soll der Frage nachgegangen werden, welche Funktionen des monarchischen Staatsoberhauptes können – unter den gegenwärtigen Bedingungen der Post-Demokratie – zur Steigerung und/oder Bewah- rung der Qualität der Demokratie beitragen.325 
Potentiale der Monarchie zu Beginn des 21. Jahrhunderts 46Ritzi/Schaal (2010), S. 10. 47Ibid., S. 9. 48Vgl. Gast (2010), S. 12 und Helms (2010), S. 3. 49Gast (2012), S. 12. 50Ibid. S. 14. 51Ibid. S. 13–26. 52Riklin (1995), S. 81
        

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