Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
50
Erscheinungsjahr:
2011
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326999/306/
Die Qualität der Umwelt hat Einfluss auf die Lebensqualität einer Ge- sellschaft. Gleichzeitig wirken sich gesellschaftliche und wirtschaftliche Aktivitäten auf die Umwelt aus. Boden Im Kleinstaat ist der Umgang mit dem knappen Boden von besonderer Bedeutung. Wie hat sich in den letzten Jahrzehnten die Bodennutzung verändert? Wie hat sich der Flächenbedarf für Wohnen, Verkehr sowie Industrie und Gewerbe vergrössert? Im Zeitraum von 1984 bis 2008 nahm die Siedlungsfläche mit einem Plus von 33,8 % sehr stark zu. Sie umfasste im Jahr 2008 insgesamt 1685 ha, was einem Anteil von 10,5 % an der gesamten Landesfläche ent- spricht. Die Waldfläche verzeichnete seit 1984 mit einem Plus von 1,8 % nur einen leichten Zuwachs, während die landwirtschaftliche Nutzfläche um 8,6 % zurückging. Die sogenannt unproduktiven Flächen reduzier- ten sich um 1,8 %. Diese unproduktiven Flächen umfassen Gewässer, unproduktive Vegetation sowie vegetationslose Flächen und sind aus ökologischer Sicht zum Teil sehr wertvoll. Innerhalb der Siedlungsfläche verzeichnete der Bedarf für Wohnen einen besonders starken Zuwachs. Das Wohnareal erhöhte sich von 1984 bis 2008 um 54,4 % bzw. von 421 ha auf 650 ha. Das Industrie- und Ge- werbeareal nahm um 30,5 % zu und die Verkehrsflächen erhöhten sich um 19,5 %.34Diese statistischen Angaben beruhen auf der Auswertung von Luftaufnahmen, welche das schweizerische Bundesamt für Statistik durchführt. Wie sehr sich das Landschaftsbild in den letzten Jahrzehn- ten verändert hat, sieht man auch, wenn man vom Alpspitz ins Rheintal blickt und mit älteren Fotos vergleicht. Die Gemeinden Triesen, Vaduz und Schaan sind zu einem geschlossenen Siedlungsgebiet zusammenge- wachsen und über den Eschnerberg zieht sich nun ein Netz von Sied- lungsflächen. Wasser und Luft 306Wilfried 
Oehry 34Amt für Statistik, Statistisches Jahrbuch 2011, Tabelle 1.1_07.
        

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