Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
50
Erscheinungsjahr:
2011
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326999/298/
rungsart für im Inland wohnhafte Personen ist nun die Einbürgerung in- folge längerfristigen Wohnsitzes, welche im Jahr 2000 eingeführt wurde. Die Gemeindeabstimmung hat als Einbürgerungsart an Bedeutung ver- loren. Auf dem Weg der Gemeindeabstimmung erhielten im Jahr 2009 noch 8 Ausländer und Ausländerinnen die liechtensteinische Staatsbür- gerschaft. Insgesamt wurden im Zeitraum von 1986 bis 2009 5083 im In- land wohnhafte Personen bzw. 15,3 % der Bevölkerung eingebürgert.9 Dies entspricht einer jährlichen Einbürgerungsquote von 0,7 % der Be- völkerung. In den letzten fünf Jahren sank die Einbürgerungsquote auf 0,5 % der Bevölkerung pro Jahr. Die Stellung der Frauen Zu den wesentlichen gesellschaftlichen Veränderungen seit den Achtzi- gerjahren zählt die stärkere Stellung der Frauen. Erst im Jahr 1984 war in Liechtenstein das Frauenstimmrecht auf Landesebene eingeführt wor- den. Wie hat sich seit 1986 die Vertretung der Frauen in politischen Gre- mien verändert? Welche Stellung haben die Frauen heute im Erwerbsle- ben? Was lässt sich im Ausbildungsbereich hinsichtlich der Chancen von Frauen beobachten? Bei den Landtagswahlen 1986 wurden eine Frau als ordentliche Abgeordnete und drei Frauen als Ersatzabgeordnete gewählt. Der Land- tag umfasste damals 15 ordentliche Abgeordnete und 12 Ersatzabgeord- nete. Berücksichtigt man alle Abgeordneten, ergibt sich für 1986 ein Frauenanteil im Landtag von 15 %. In den Landtagswahlen von 2009 stieg der Frauenanteil auf 25 %. Von den 25 ordentlichen Abgeordneten sind nun sechs Frauen (24 %). Unter den sieben stellvertretenden Abgeordneten sind zwei Frauen (29 %). Das Gewicht der Frauen in der Volksvertretung hat zugenom- men. Gemessen am Bevölkerungsanteil der Frauen von 50,5 % sind sie im Landtag jedoch noch immer deutlich untervertreten. Stärker verändert hat sich die Stellung der Frauen in der Regierung. Im Jahr 1986 war noch keine Frau in der fünfköpfigen Regierung. Unter den vier Regierungsrat-Stellvertretern fand sich damals eine Frau. Heute entfallen zwei der fünf Regierungssitze auf Frauen, was einem Anteil 298Wilfried 
Oehry 9Amt für Statistik, Einbürgerungsstatistik 2009, S. 34.
        

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