Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
50
Erscheinungsjahr:
2011
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326999/294/
Ende 1986 wohnten 27399 Personen in Liechtenstein.123 Jahre später – Ende 2009 – zählte die ständige Bevölkerung Liechtensteins 35894 Personen.2Dies entspricht einer Zunahme um rund 8500 Perso- nen oder 31 %. Zum Vergleich: Im Jahr 1911 wohnten 8693 Menschen in Liechtenstein.3Die Bevölkerungszunahme in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten liegt somit in derselben Grössenordnung wie die Gesamt- zahl der Bevölkerung vor 100 Jahren. Verändert hat sich auch die Reihenfolge der Gemeinden, wenn man ihre Bevölkerungsgrösse betrachtet. War 1986 der Hauptort Vaduz noch die bevölkerungsstärkste Gemeinde, so ist dies nun Schaan, während Vaduz auf Rang 2 folgt. Die Plätze getauscht haben auch Balzers und Triesen. Balzers war 1986 die drittgrösste Gemeinde und liegt nun auf Rang 4, während Triesen aufgerückt ist und an dritter Stelle liegt. Kleinste der elf Gemeinden ist weiterhin Planken. Dass das Bevölkerungswachstum im Unterland stärker war als im Oberland, zeigt sich, wenn man die Bevölkerungsanteile der beiden Landschaften vergleicht. 1986 wohnten 69 % der Bevölkerung im Ober- land und 31 % im Unterland. 2009 hatten 65 % der Bevölkerung ihren Wohnsitz im Oberland und 35 % im Unterland. Damit hat sich auch die historisch begründete Überrepräsentation der Unterländer Abgeordne- ten im Landtag vermindert, wo sie jeweils 40 % der Parlamentarierinnen und Parlamentarier stellen. Die Bevölkerungszunahme in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten ist sowohl auf das natürliche Bevölkerungswachstum als auch auf die Zuwanderung zurückzuführen. Die Anzahl der Geburten war im Zeit- raum 2005 bis 2009 mit 370 Lebendgeborenen pro Jahr fast gleich hoch wie in der zweiten Hälfte der Achtzigerjahre mit 376 Lebendgeborenen pro Jahr.4Bis in die zweite Hälfte der Neunzigerjahre war dabei tenden- ziell eine Zunahme der Geburten zu beobachten, während seither die Geburtenzahl in den meisten Jahren rückläufig ist. Aufgrund der steigenden Bevölkerungszahl nimmt die Zahl der Todesfälle pro Jahr trotz der zunehmenden Lebenserwartung zu. Dies führt in Verbindung mit der gleichbleibenden Geburtenzahl zu einer 294Wilfried 
Oehry 1Amt für Volkswirtschaft, Wohnbevölkerungsstatistik 1986, S. 7. 2Amt für Statistik, Bevölkerungsstatistik 2009, S. 26. 3Amt für Statistik, Statistisches Jahrbuch 2011, Tab. 2.1_01. 4Amt für Statistik, Zivilstandsstatistik 2009, S. 73.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.