Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
50
Erscheinungsjahr:
2011
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326999/28/
Zu Diskussionen Anlass gaben die Frage der Unabhängigkeit des Instituts, die noch vertieft werden sollte, ferner der vorgesehene Fächer- kanon und die Finanzierung. Es sollte geprüft werden, ob das Fächer- spektrum nicht ausgeweitet und inwieweit nicht auch der Staat zur Fi- nanzierung herangezogen werden sollte. Die aus der Verlagsleitung und dem Vorstand zusammengesetzte Kommission erarbeitete in mehreren Sitzungen die Projektunterlagen, die in der ausserordentlichen Mitgliederversammlung vom 16. Juni 1986 breite Zustimmung erhielten. Demnach soll das Liechtenstein-Institut eine wissenschaftliche Forschungsstelle und akademische Lehrstätte sein, die das liechtensteinische Bildungswesen um eine akademische Stufe ergänzt. Es wird als privater, gemeinnütziger Verein nach dem liechtensteinischen Personen- und Gesellschaftsrecht (PGR) errichtet und hat seinen Sitz in Liechtenstein. Fachbereiche sind Rechtswissen- schaft, Politikwissenschaft, Wirtschafts- und Sozialwissenschaft sowie Geschichte. Auf diesen Gebieten hat Liechtenstein eine eigenständige Entwicklung durchgemacht, sodass sie sich speziell für wissenschaftliche Untersuchungen anbieten. Die wissenschaftliche Forschung obliegt For- schungsbeauftragten, die über ein abgeschlossenes Hochschulstudium, wenn möglich über eine Habilitation verfügen müssen. Sie werden für eine bestimmte Projektdauer angestellt. Das Liechtenstein-Institut strebt die Zusammenarbeit mit auswärtigen Universitäten, Fakultäten und wissenschaftlichen Instituten an und sucht auch die Zusammenar- beit mit verwandten inländischen Einrichtungen, so vor allem der Lan- desbibliothek, dem Landesarchiv, dem Historischen Verein und der Stif- tung «Pro Liechtenstein». Neben der eigenen Forschung bietet das Liechtenstein-Institut eine wissenschaftliche Mitbetreuung für Disserta- tionen, Lizentiats- und Diplomarbeiten an. Das Liechtenstein-Institut führt für die interessierte Öffentlichkeit oder bestimmte Zielgruppen Lehrveranstaltungen aus seinen Fachbereichen durch. Die Finanzierung des Liechtenstein-Instituts geschieht in erster Linie über private Geld- spender, welche ihm auf der Grundlage eines Vertrages finanzielle Un- terstützung zukommen lassen. Die öffentliche Hand kann allenfalls kon- krete einzelne Forschungsprojekte unterstützen. Der Gründungstermin wurde auf den Staatsfeiertag, den 15. Au- gust 1986, angesetzt. Die Einladung vom 4. August 1986 zur Grün- dungsversammlung erging durch den Verlag der LAG an die Liechten- steinische Akademische Gesellschaft und deren Mitglieder sowie an die 28Mario 
F. Broggi, Manfried Gantner, Wilfried Marxer und Herbert Wille
        

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