Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
50
Erscheinungsjahr:
2011
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326999/18/
auf das in jeder Beziehung Begrenzte, unsere Umwelt schützend und be- wahrend, solidarisch im persönlichen Freiheitsraum – eine Haltung, die Achtung und Respekt abverlangt, ganz im Sinne Peter Kaisers und Ge- rard Batliners. Souveränität bewahren, so weit wie möglich, doch auch den Sou- veränitätsdünkel ablegen, in der Region, mit unseren Nachbarstaaten, in Europa, und uns dann und immer wieder fragen, wo wir stehen und wer wir sein wollen – eine Generation und ein Volk, dem eine offene euro- päische und inzwischen globale Konkurrenz nichts anhaben kann,14wie Gerard Batliner es sich schon vor vierzig Jahren vorstellte. Das Liechtenstein-Institut nimmt gerne Teil an dieser Zukunfts- aufgabe, zusammen mit den anderen Institutionen in Bildung, Wirt- schaft, Kultur und Politik, und hat seinen Beitrag in den vergangenen 25 Jahren mit Bravour geleistet. Die Welt hat sich verändert um und in Liechtenstein, im Rheintal, in Europa, in unerwartetem Ausmass. Statis- tiken können dies belegen, doch muss man nur die Augen öffnen um zu sehen und die Ohren um zu hören, auch das nicht Messbare, das ebenso entscheidend ist. Es ist nicht mehr gleich wie vor 25 Jahren, doch die He- rausforderungen sind zum Teil die gleichen geblieben, zum Teil neu, auf jeden Fall enorm gewachsen. Das Liechtenstein-Institut hat vieles aufgearbeitet, erklärt und er- hellt für unser Selbstverständnis in Kultur, Geschichte und Rechtsstaat, hat laufende Prozesse in Politik und Wirtschaft beobachtet, beschrieben und begleitet und unterstützt, in seiner wissenschaftlichen Freiheit, Un- abhängigkeit und dennoch Liechtenstein verpflichtet. Zurückblicken, nachdenken, vordenken und querdenken, auch in heiklen Fragen, in staatsrechtlichen, wo trotz strenger Wissenschaftlich- keit schnell Politisches gewittert wird und die Wertediskussion schnell ansteht – was auch schwierig auseinander zu halten ist, wenn es etwa um Fragen der sach- und staatsadäquaten Machtverteilung geht. Aber die präzise, disziplinierte und mit Augenmass betriebene Auseinanderset- zung in diesen Fragestellungen, sine ira et studio, ist für unseren Staat existenziell wichtig. 18Guido 
Meier 14Gerard Batliner, in Georg Kieber – Aus dem Zusammenhang gerissen – im Selbst- verlag 1988, Seite 14 f.
        

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