Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
50
Erscheinungsjahr:
2011
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326999/14/
Recht, in der Politikwissenschaft und der Wirtschaftswissenschaft, liech- tensteinisch «angemessen klein»3, aber frei und unabhängig und mit Er- folg.Mit seiner Forschung will das Liechtenstein-Institut einen wissen- schaftlichen Beitrag leisten zum liechtensteinischen Selbstverständnis, das Wesen Liechtensteins als Volk und Land und Staat umschreiben, seine Identität erkunden, um uns besser zu erkennen, damit wir auch für diejenigen um uns herum besser erkennbar sind, spürbar, respekt- und beachtenswert. Nur wer sich selber kennt, kann sich anderen Menschen, anderen Staaten und Staatengemeinschaften zu erkennen geben. Das Liechtenstein-Institut kann für uns und für unser Land keine Identität schaffen. Dieses Ansinnen wäre auch vermessen. Es kann aber eruieren, beschreiben, wie wir als Staatswesen, als volks-, kultur- und wirtschaftende Gemeinschaft agieren, woraus sich ein Bild, ein Selbst- bild, eine Identität als Vorstellung ergibt, in Teilbereichen, in Facetten, in Schichten, und immer im Wandel. Identität schaffen wir uns selber be- wusst und vielleicht mehr noch unbewusst oder gar diffus, und vielleicht ist eben dieses bestrebte Suchen nach Identität selber auch ein Teil von ihr. So sind das Liechtenstein-Institut und seine Forschenden ihrerseits eine Konstante und ein Teil dieser stets fliessenden und sich schaffenden Identität unseres Landes. Identität ist ein Geistes- und Seinszustand, den wir uns dauernd erarbeiten müssen, ganz im Sinne der Ausführungen der Kuratoren einer Kunstausstellung im neuen Kunstmuseum in Katar, Sam Bardaouil und Till Fellrath, dass «Identität heute längst nicht mehr linear zu haben sei und dass wir heute alle Reisende zwischen Orten und Kulturen seien. Wir setzen unsere Identitäten aus vielen verschiedenen Elementen zusammen, da ist die Herkunft schon lange nur noch ein Faktor unter vielen.»4 Um wie viel brisanter und drängender stellt sich in diesem Blick- winkel die Frage nach der nationalen Identität in einem so kleinen Staatswesen wie dem unseren, das nicht von sich aus schon Masse und Gewicht hat. Sieglinde Gstöhl, Mitglied des Wissenschaftlichen Rates des Liech- tenstein-Instituts, hat sich in ihrem Festvortrag zum 70. Geburtstag von 14Guido 
Meier 3ebenda 4NZZ am Sonntag, 26. 12. 2010, Seite 62
        

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