Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
50
Erscheinungsjahr:
2011
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326999/103/
«Wahre» Landschaft oder Landschaft als «Ware» – Gedanken zur Raumentwicklung in Liechtenstein Mario F. Broggi «Im Mörser der Globalisierung, die bestenfalls noch Wirtschaftstandorte kennt, wird die Landschaftlichkeit unserer Umgebung zerstossen, und mit ihr eine ganze Dimension des Humanen, nämlich die elementare Kenntnis des Nahen, uns 
Naheliegenden» (Eduard Kaeser, Physiker, 
Philosoph) Mythos und Wirklichkeit In Liechtenstein wird nicht mehr so stark wie in den Vorjahren gebaut, kann man der Baustatistik 2009 entnehmen. 2009 betrug das bewilligte Bauvolumen in Liechtenstein «nur» mehr 780 000 m3(Amt für Statistik 2010). Das entspricht dem Bauvolumen von ca. 1400 staatlich geförder- ten Eigenheimen! Unsere «Sanduhr» der Bautätigkeit läuft pro Kopf der Bevölkerung zwei bis viermal schneller ab als in den umgebenden Staa- ten. Im Rahmen dieser Bautätigkeiten wurden im Jahr 2008 in Liechten- stein rund 100 000 m2überbaut und knapp 59 000 m2in Verkehrsflächen umgewandelt (Liechtensteiner Vaterland, 23. 2. 2010). Wir nähern uns mit «weiter so» dem «Stadtstaat Liechtenstein», er- zeugen also eine «Monegassierung» (Broggi 1988). Bewusst strebt diesen amorphen Siedlungsbrei niemand an. Im Gegenteil, die Einwohner Liechtensteins wünschen sich in ländlichen Verhältnissen zu wohnen. Dabei hat uns die Urbanität schon längst eingeholt. Wirklichkeit und Mythos decken sich nicht. 103
        

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