Herausgeber:
Jahrbuch des HVFL
Bandzählung:
112
Erscheinungsjahr:
2013
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326952_112/169/
168Rezensionen 
gerungen› liegen nun seit Herbst 2012 in insgesamt drei Teilstudien und einem Schlussbericht vor. Auf insge- samt über 900 Buchseiten zeichnen die drei Teilunter- suchungen und der Schlussbericht die Entwicklung des Bürgerrechts und der Einbürgerungspraxis im 19. und 20. Jahrhundert detailliert nach. Wie Innenminister Hugo Quaderer in seinem Vorwort schreibt, zeigen die Unter- suchungen zudem «nicht nur einen zentralen Aspekt im Verhältnis Liechtensteins zu seinen Ausländern auf, son- dern beleuchten auch die Funktionsweise der liechten- steinischen Gesellschaft und Politik» (S. 9). Auch wenn das Thema Einbürgerung vereinzelt in verschiedenen, kleineren Untersuchungen bereits zur Sprache gekom- men war, fehlte bis anhin eine tiefergehende und 
gleich- 
Einbürgerungen in Liechtenstein vom 19. bis ins 21. Jahrhundert Drei Einzelstudien und ein Schlussbericht Martina Sochin D’Elia Liechtenstein hatte im Jahr 2011 einen Ausländeranteil von 33,3 Prozent. Damit liegt das Fürstentum zusammen mit Luxemburg im europäischen Vergleich an der Spitze. Die in der Öffentlichkeit stattfindenden Diskussionen rund um die liechtensteinische Zuwanderungspolitik hinterlassen den Eindruck, dass der Ausländeranteil in erster Linie durch die staatliche Migrationspolitik re- guliert wird. Vergessen geht dabei jedoch die Einbür- gerungspolitik, die einen wesentlichen Einfluss auf die Höhe des Ausländeranteils haben kann. Die Ergebnisse des vom Historischen Verein für das Fürstentum Liechtenstein im Nachgang an die ‹Unabhän- gige Historikerkommission Liechtenstein Zweiter Welt- krieg› bei der Regierung eingereichten Projekts ‹Einbür- 
Klaus Biedermann: «Aus Über- zeugung, dass er der Gemeinde von grossem Nutzen seyn werde». Einbürgerungen in Liechtenstein im Spannungs- feld von Staat und Gemeinden 1809–1918. Vaduz, Zürich, 2012, 322 Seiten. Broschiert. ISBN 978-3-906393-55-1 (Historischer Verein) ISBN 978-3-0340-1147-1 (Chronos)Nicole 
Schwalbach: Bürger- recht als Wirtschaftsfaktor. Normen und Praxis der Finanz- einbürgerung in Liechtenstein 1919–1955. Vaduz, Zürich, 2012, 223 Seiten. Broschiert. ISBN 978-3-906393-56-8 (Historischer Verein) ISBN 978-3-0340-1148-8 (Chronos) Veronika Marxer: Vom Bürger- rechtskauf zur Integration. Einbürgerungsnormen und Ein- bürgerungspraxis in Liechten- stein 1945–2008. Vaduz, Zürich, 2012, 254 Seiten. Broschiert. ISBN 978-3-906393-57-5 (Historischer Verein) ISBN 978-3-0340-1149-5 (Chronos)Regula 
Argast: Einbürgerungen in Liechtenstein vom 19. bis ins 21. Jahrhundert. Schlussbericht. Vaduz, Zürich, 2012, 133 Seiten. Broschiert. ISBN 978-3-906393-58-2 (Historischer Verein) ISBN 978-3-0340-1150-1 (Chronos) Verlag des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Vaduz, und Chronos-Verlag, Zürich, 2012 CHF 98.– (Gesamtpaket); CHF 30.– (pro Einzelstudie) Kapitel_7_Rezensionen.indd   16811.06.13   15:49
        

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