Herausgeber:
Jahrbuch des HVFL
Bandzählung:
111
Erscheinungsjahr:
2012
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326952_111/73/
71 Historischer Verein für das Fürstentum Liechtenstein, Jahrbuch Band 111, 201246 
 Memoriale der Untertanen von Vaduz und Schellenberg für Fer- dinand Bonaventura I. von Harrach, Ausf. Vaduz 1671 September 30, ÖStA, AVA, GHFA 252, unfol. (im Archiv eingeordnet bei den Schreiben von Jakob Hannibal III. von Hohenems an Ferdinand Bonaventura I. von Harrach). 47  Die Untertanen von Vaduz und Schellenberg an Ferdinand Bo- naventura I. von Harrach, Ausf. Vaduz 1671 September 30, ÖStA, AVA, GHFA 252, unfol. (im Archiv eingeordnet bei den Schrei- ben von Jakob Hannibal III. von Hohenems an Ferdinand Bona- ventura I. von Harrach). 48  Karl Friedrich von Hohenems an Ferdinand Bonaventura I. von Harrach, Ausf. Ems 1673 November 1, ÖStA, AVA, GHFA 253, unfol.; Kopien des Heiratsvertrags, Wolfegg 1674 Mai 27, ebenso wie die anderen Dokumente über die finanziellen Übereinkünfte im Zusammenhang mit der Hochzeit finden sich in Kopie im ÖStA, HHStA, RHR, Judicialia, Den. Rec. 266/4, unfol. 49  Ferdinand Karl von Hohenems an Ferdinand Bonaventura von Harrach, Ausf. o. O. 1673 Juli 14, ÖStA, AVA, GHFA 252, unfol. 50  Deputatsrezess, Kop. Hohenems 1673 November 23, ÖStA, HH- StA, Sonderbestände G, Schlossarchiv Grafenegg 141/5, unfol. 51  Otto Seger: Der letzte Akt im Drama der Hexenprozesse in der Grafschaft Vaduz und Herrschaft Schellenberg. In: JBL 57, Vaduz 1957, S. 135–222. – Dabei verwendete er zahlreiche Quellen aus dem Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien. In einer weiteren Un- tersuchung fügte er noch zusätzlich Quellen aus dem Stiftarchiv Kempten, das sich inzwischen im Staatsarchiv Augsburg befindet, ein. – Derselbe: Aus der Zeit der Hexenverfolgungen. In: JBL 59, Vaduz 1959, S. 329–349; Manfred Tschaikner: «Der Teufel und die Hexen müssen aus dem Land ...» In: JBL 96, Vaduz 1998, S. 1–197; Derselbe: Die Feldkircher Jesuiten im Kampf gegen He- xen und Dämonen. In: JBL 108, Vaduz 2009, S. 211–230. Tschaik- ner erforschte zusätzlich Hexenprozesse im 16. Jahrhundert. Vgl. Derselbe: Die Vaduzer Hexenprozesse am Ende des 16. Jahr- hunderts. In: JBL 101. Vaduz 2002, S. 147–152. 52 Arnegger–Edelmayer, Die Hohen-Ems im tiefen Fall, S. 759–783. 53 Ebenda, S. 780–782. 54  Vgl. Bernd Marquardt: Zur reichsgerichtlichen Aberkennung der Herrschergewalt wegen Missbrauchs: Tyrannenprozesse vor dem Reichshofrat am Beispiel des südöstlichen schwäbischen Reichs- kreises. In: Anette Baumann; Peter Oestmann; Stephan Wende- horst; Siegrid Westphal (Hrsg.): Prozesspraxis im Alten Reich. Annäherungen – Fallstudien – Statistiken. Köln 2005 (= Quellen und Forschungen zur höchsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich 50), S. 53–90, hier S. 66–67. 55  Schadloshaltung von Ferdinand Karl Franz von Hohenems, Ausf. o. O. 1679 Februar 1, ÖStA, HHStA, RHR, Judicialia, Den. Rec. 261/14, fol. 12r–15v. 56  Ulrich VI. de Mont an Ferdinand Karl Franz von Hohenems, Ausf. Chur 1682 Januar 26, ÖStA, HHStA, RHR, Judicialia, Den. Rec. 261/12, fol. 59r–60v. 57  Aussage des kaiserlichen Verwalters der Stadt Feldkirch, Kop. Feldkirch 1684 März 17, ÖStA, HHStA, RHR, Judicialia, Den. Rec. 261/12, fol. 51r–52v. 58  Aussage des Stadtammanns von Feldkirch, Kop. Feldkirch 1684 März 21, ÖStA, HHStA, RHR, Judicialia, Den. Rec. 261/12, fol. 53r–58v. 
dem heiligen Karl Borromeus, den Bruder von dessen Urgrossmutter, erinnerte, schlug der Graf alle guten Ratschläge in den Wind.56 Möglicherweise lässt sich das Verhalten des Grafen auf das eines hoffnungslosen Al- koholikers reduzieren, wenn er beschriebener Massen «hundtsreüschig» durch die Gegend zog, den Jesuiten- pater in Feldkirch mit einem Pudel verglich und dessen Schüler mit gezücktem Degen aus dem Haus jagte.57 Dem Alkohol sehr zugetan verbrachte Ferdinand Karl viel Zeit in Gasthöfen, was sich nach Aussagen seiner Zeitgenossen für einen Grafen nicht schickte. In Feld- kirch begann er bereits in der Früh Wein zu trinken und Tabak zu rauchen. Wenn er dann spät abends weg- ging, lief er mit dem gezückten Degen durch die Gassen Feldkirchs, weckte mit lautem Rufen die Bewohner und nahm dem Nachtwächter, der die Stunde ausrief, dessen Spiess weg, um selbst die Stunde zu rufen. Besonders Rupert von Bodman, Fürstabt von Kempten 
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trieb er es in der Fastnacht, als er seinen Gästen eine Pastete aus Katzenfleisch servierte58 und ein anderes Kapitel_3_Arnegger.indd   7122.10.12   12:16
        

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