Herausgeber:
Jahrbuch des HVFL
Bandzählung:
111
Erscheinungsjahr:
2012
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326952_111/51/
49 Historischer Verein für das Fürstentum Liechtenstein, Jahrbuch Band 111, 
2012dessen 
jüngerer Bruder Karl sowie die beiden Töchter Josephs I., Maria Josepha und Maria Amalia, die später mit den Kurprinzen von Sachsen und Bayern verhei- ratet wurden. Kaiser Karl VI. sollte aus seiner Ehe mit Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel vier Kinder haben, von denen allerdings nur zwei Mädchen, Maria Theresia und Maria Anna, geboren 1717 und 1718, überlebten. Das Haus Habsburg stand seit 1711 − mit einem überlebenden Mann − nur noch «auf zwei Au- gen», wie es in der Sprache der Zeit hiess. Damit wurde die Bedrohung durch die dynastische Katastrophe des Aussterbens im Mannesstamm über- deutlich, die freilich bereits seit Jahrzehnten über den letzten Habsburgern in Madrid und Wien als ein Damo- 
Mit Karl VI. bestieg der letzte männliche Habsburger den Thron des Heiligen Römischen Reichs. Mit ihm erlosch im Mannesstamm das glanzvolle hochadelige Geschlecht, das seit König Rudolf von Habsburg im 13. Jahrhundert für die Geschicke des Reichs, Österreichs und Europas so wichtig gewesen war, dessen männliche Angehörige durch die markante Kinnpartie, die sogenannte habsbur- gische Unterlippe, auffielen, und das durch die Erobe- rung der Neuen Welt ebenso wie durch die Verteidigung der katholischen Kirche und die Förderung der Künste bleibende Spuren in der Geschichte und Kultur Europas hinterlassen hat. Mit dem debilen Karl II. von Spanien war 1700 die spanische Linie der «casa d’Austria» be- endet. Nach dem Tod Josephs I. 1711 überlebten noch Karl II., König von Spanien.Kaiser Leopold I. Kapitel_2_Schindling.indd   4922.10.12   12:31
        

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