Herausgeber:
Jahrbuch des HVFL
Bandzählung:
111
Erscheinungsjahr:
2012
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326952_111/217/
215 Historischer Verein für das Fürstentum Liechtenstein, Jahrbuch Band 111, 
2012Auch 
eine Rolle spielte die Tatsache, dass die kaiserliche Urkunde im Gegensatz zum Kaufvertrag repräsentativ ausgestaltet wurde: Die aus 16 Pergamentblättern be- stehende Urkunde wurde mit einem Einband aus rotem Samt versehen, mit goldenen und schwarzen Schliess- bändern verziert und mit dem kaiserlichen Siegel be- glaubigt. Im Anschluss an den Kaufvertrag folgen in 18 Beila- gen jene Dokumente, die Johann Adam beim Abschluss des Vertrags verlangte. Die Überlieferung dieser Doku- mente im Hausarchiv ist unvollständig. Zwar existiert eine Liste, in der alle Rechtsdokumente, die zum Va- duzer Kaufvertrag gehören, angeführt werden, die frag- lichen Dokumente sind aber nur noch zum Teil vorhan- den. Der Bearbeiterin gelang es jedoch, alle fehlenden Dokumente in anderen Archiven ausfindig zu machen. 
Der durch eine knappe Quellenbeschreibung eingeleitete Editionsteil des Jubiläumsbandes enthält insgesamt 25 Dokumente. Am Anfang steht das Schreiben, mit dem Jakob Hannibal Kaiser Karl VI. den Kaufvertrag zustellte und darum bat, diesen zu bestätigen. Als zweites Doku- ment folgt der Kaufvertrag selbst, der nicht nur als Text, sondern auch als Faksimile, als farbige Abbildungen in Originalgrösse, präsentiert wird. Als Editionsgrundlage diente die von Karl IV. unterzeichnete Ratifikationsur- kunde, in die der gesamte Vertrag «von wortt zu wort- ten» inseriert ist. Hauptgrund für die Entscheidung, nicht das einzige überlieferte Original des Kaufvertrags der Edition zugrunde zu legen, war die Überlegung, dass die kaiserliche Ratifikationsurkunde, die im Hausarchiv der Fürsten von Liechtenstein in Wien liegt, aufgrund ihres Ausstellers «als ‹ranghöher› angesehen werden musste». Erste und dritte Seite des Kaufvertrags vom 22. Februar 1712. Kapitel_10_Rezensionen.indd   21522.10.12   12:59
        

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