Herausgeber:
Jahrbuch des HVFL
Bandzählung:
111
Erscheinungsjahr:
2012
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326952_111/191/
189 Historischer Verein für das Fürstentum Liechtenstein, Jahrbuch Band 111, 20127 
 Quaderer, Rupert: Die Entwicklung der liechtensteinischen Volksrechte seit der vorabsolutistischen Zeit und der Landstände seit 1818 bis zum Revolutionsjahr 1848. In: Liechtenstein Politi- sche Schriften, H. 8 (1981), S. 9–27 8  Geiger, Peter: Die liechtensteinische Volksvertretung in der Zeit von 1848 bis 1918. In: Liechtenstein Politische Schriften H. 8 (1981), S. 29–58. 9  Ospelt, Alois: Die geschichtliche Entwicklung des Gerichtswesens in Liechtenstein. In: Liechtenstein Politische Schriften H. 8 (1981), S. 217–244. 10  Vogt, Paul: 125 Jahre Landtag; hrsg. vom Landtag des Fürstentums Liechtenstein. Vaduz, 1987. 11  Korfmacher, Norbert: Der Landtag des Fürstentums Liechtenstein 1922–1945. Münster, 1999. 12  Geiger, Peter: Krisenzeit: Liechtenstein in den Dreissigerjahren 1928–1939. Vaduz 
22000, 2 Bde. – Geiger, Peter: Kriegszeit: Liech- tenstein 1939 bis 1945. Vaduz 2010, 2 Bde. 13  Besonders erwähnenswert: Batliner, Gerard: Zur heutigen Lage des liechtensteinischen Parlaments. Vaduz 1981. In: Liechtenstein Politische Schriften, Bd. 9. – Allgäuer, Thomas F.: Die parlamenta- rische Kontrolle über die Regierung im Fürstentum Liechtenstein. Vaduz 1989. In: Liechtenstein Politische Schriften, Bd. 13. 14  So die Broschüre «Der Landtag des Fürstentums Liechtenstein», die seit 1998 nach Landtagswahlen jeweils neu herausgegeben wird und auch Angaben zu den Abgeordneten enthält. 15  Das Liechtensteinische Landesarchiv hat die Landtagsprotokolle bis 1948 gescannt und auf seiner Homepage unter www.e-archiv. li digital zugänglich gemacht. Die Erschliessung erfolgt über ein Beschlussprotokoll. Aufgearbeitet wurden die frühen Protokol- le, die nur hand- oder maschinenschriftlich zugänglich sind. Ab 1949 sind die Landtagsprotokolle gedruckt, allerdings nur in der Landesbibliothek und im Landesarchiv greifbar. Ab 1997 sind die Landtagsprotokolle über die Homepage des Landtags zugänglich: www.landtag.li. 16  Verfassung des Fürstentums Hohenzollern-Sigmaringen vom 11. Juli 1833. Publiziert in: Sammlung der Gesetze und Verordnungen für das Fürstenthum Hohenzollern-Sigmaringen von 1808 bis 1843. Sig- maringen 1839–1847. Elektronische Fassung: www.e-archiv.li. 17  Verfassung vom 26. September 1862. Elektronische Fassung: www.e-archiv.li. 18  Die vollständigen Rechtstexte sind in der Datenbank des Liech- tensteinischen Landesarchivs unter «Historische Rechtsquellen” zu finden: www.e-archiv.li . 19  Fürst Alois II. besuchte als erster Fürst sein Fürstentum; der Be- such dauerte vom 30. Juli bis zum 3. August 1842. Die drei Ge- setze vom 1. August 1842 wurden vom Fürsten in Vaduz unter- zeichnet. Zum Hausgesetz von 1842 ist eine Anmerkung zu ma- chen, die souveränitätspolitisch von einiger Bedeutung ist: Es war sicher kein Zufall, dass er das Hausgesetz (der Familienvertrag im Fürstenhaus enthielt Bestimmungen über das Fideikommiss, aber auch staatsrechtlich bedeutsame Bestimmungen über die Thronfolge usw.) in Vaduz unterzeichnete – ausserhalb des Kai- serreichs, dort, wo er souveräner Fürst war. Um in Österreich-Un- garn anerkannt zu werden, musste der Vertrag aber schliesslich doch von den beiden Häusern des österreichischen Parlaments genehmigt werden. Die Genehmigung in Österreich erfolgte mit dem «Gesetz vom 12. Jänner 1893 betreffend die Genehmigung des fürstlich Liechtenstein‘schen Familienvertrages vom 1. Au- gust 1842». Publiziert im Österreichischen «Reichsgesetzblatt für die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder» 1893, Nr. 
15. 
Überreglementierung und Reformstau Die Regierungstätigkeit von Fürst Alois II. (geboren 1796, Regierungsantritt 1836, gestorben 1858) war zumindest im ersten Jahrzehnt von einem starken Reformwillen ge- prägt. Zu erwähnen sind etwa die Umbauten des Palais an der Bankgasse in Wien und des Schlosses Eisgrub, wo- für er enorme Geldbeträge ausgegeben hat. Zu den (für die Geschichte des Hauses) bedeutenden Reformen ge- hörte auch der Erlass eines neuen Hausgesetzes im Jahre 1842. Politisch war er konservativ und richtete seine Po- litik streng nach Österreich aus, auch wenn er persönlich durchaus eine gewisse Offenheit für liberale Reformen gehabt hätte. Die Liste der wichtigsten neuen Gesetze und Erlasse, die im ersten Jahrzehnt nach seinem Regierungs- antritt im Fürstentum Liechtenstein in Kraft getreten sind, macht die Spannweite seiner Reformen deutlich:18 –  Vertrag zwischen Hohenzollern-Hechingen, Hohen- zollern-Sigmaringen und Liechtenstein über die Ver- einigung der Bundeskontingente zu einem gemein- schaftlichen Bataillon von 1836 –   Verordnung betreffend die Ungültigkeit von Ehen ohne staatlichen Ehekonsens vom 15. Juli 1841 – Gemeindegesetz vom 1. August 1842 – Familienvertrag vom 1. August 1842 (Hausgesetz)19 – Waldordnung vom 1. August 1842 –  Verordnung betreffend die Ertheilung von Vereheli- chungs-Lizenzen vom 12. November 1842 –  Gesetz betreffend Erwerb der Staatsbürgerschaft vom 15. Januar 1843 (Bürgerpatent) 1  Schädler, Albert: Die Thätigkeit des liechtensteinischen Land- tages im 19. Jahrhundert. In: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstenthum Liechtenstein, Bd. 1 (1901), S. 81–176; Bd. 3 (1903), S. 5–100; Bd. 4 (1904), S. 5–111; Bd. 12 (1912), S. 5–79 und Bd. 21 (1921), S. 5–56. 2  Der Untertitel zum ersten Teil seiner Arbeit lautete: «Nach den Akten dargestellt und mit histor. Rückblicken versehen». 3  Steger, Gregor: Fürst und Landtag nach liechtensteinischem Recht. Diss. Vaduz, 1950. 4  Quaderer, Rupert: Politische Geschichte des Fürstentums Liech- tenstein von 1815–1848. In: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Bd. 69 (1969), S. 5–241. 5  Geiger, Peter: Geschichte des Fürstentums Liechtenstein 1848 bis 1866. In: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Bd. 70 (1970), S. 5–418. 6  Wille, Herbert: Landtag und Wahlrecht im Spannungsfeld der politischen Kräfte in der Zeit von 1918–1939. In: Liechtenstein Politische Schriften, H. 8 (1981), S. 59–215. Kapitel_9_Vogt.indd   18922.10.12   13:31
        

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