Herausgeber:
Jahrbuch des HVFL
Bandzählung:
111
Erscheinungsjahr:
2012
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326952_111/150/
148Vogt Paul: «Das Band weben, welches Fürst und Volk enger 
verbindet» 
Rechenschaft abzulegen hätten über die Verwaltung.»84 Im Anschluss an die Messe lud der Fürst die Ehrengäste auf Schloss Vaduz zum Mittagessen, die Presse wurde ins Waldhotel eingeladen. Dort erklärte Regierungschef- stellvertreter Alois Vogt den Presseleuten ein Stückchen liechtensteinischer Mentalität: Liechtenstein bezeichnete er als «Mauerblümchen in Europa». Die Liechtensteiner würden es lieben, von der Welt unbeachtet zu bleiben, weil ihnen ihre Bedeutungslosigkeit lieb geworden sei, da ihnen diese das Gefühl von Sicherheit und Gebor- genheit gebe.85 
Am Umzug am Nachmittag beteiligten sich sämtliche Vereine des Landes und schätzungsweise 1‘800 Schulkinder. Auf der Schlosswiese versammelten sich schliesslich gegen 10‘000 Personen, die mit Autobus- sen nach Vaduz gebracht worden waren. Fürst und Volk schworen sich gegenseitig Treue – insgesamt war es eine bewegende Feier, die mit einem stimmungsvollen Volks- 
Männer und glühendsten Patrioten, der verstorbene Prälat Büchel, spricht es in einem seiner vielgesungenen Heimatlieder aus, auf was es uns ankommt: ‹Wenn an- dere ihrer Macht vertrauen, wir stolz auf unseren Für- sten schauen›. Auf seine Führung vertrauen und bauen wir in dieser Stunde, die für alle Welt voller Gefahren ist, mehr denn je.»83 Das Programm verlief ähnlich wie im Jahre 1929. Die Feier begann mit einem feierlichen Pontifikalamt in der Pfarrkirche, wo Dr. Laurentius Mathias zum Paulusbrief predigte. Das Volksblatt berichtete darüber: «Er glaube auch im Sinne des regierenden Fürsten zu handeln, wenn er heute sage, wie wir Katholiken uns zum Staate stellen und knüpfte an an das Pauluswort: Es ist keine Gewalt, ausser von Gott. Die staatliche Gewalt liege im Willen Gottes, sie sage aber auch allen Fürsten und Regierungen, dass sie Stellvertreter Gottes seien und ihm Huldigung für Fürst Franz Josef II. am 29. Mai 1939. Fürst und Volk schworen gegenseitig Treue. Kapitel_6_Vogt.indd   14822.10.12   12:40
        

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