Herausgeber:
Jahrbuch des HVFL
Bandzählung:
111
Erscheinungsjahr:
2012
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326952_111/125/
123 Historischer Verein für das Fürstentum Liechtenstein, Jahrbuch Band 111, 2012 
2  Vgl. die Definition in Wikipedia: «Ein Stereotyp … ist ein gleich- bleibendes oder häufig vorkommendes Muster. Innerhalb dieses Rahmens tritt es in verschiedenen Zusammenhängen mit unter- schiedlicher Bedeutung auf. Ein Stereotyp kann als eine eingängi- ge Zusammenfassung von Eigenschaften oder Verhaltensweisen aufgefasst werden, die häufig einen hohen 
Wiedererkennungs- 
in den das Individuum eingebunden war. Der Landes- herr sollte nicht willkürlich regieren, sondern als wohl- wollender Landesvater, der für seine Untertanen sorgte.5 Die weltliche Ordnung spiegelte sich in der religiösen: In der Religion ist es Gottvater, der seine Kinder liebt, aber gleichzeitig streng und gerecht über sie urteilt. In der weltlichen Ordnung war es der Landesvater, der aus landesväterlicher Fürsorge für das Wohl seiner Unterta- nenkinder regierte, aber gleichzeitig bei Ordnungsver- stössen über sie richtete beziehungsweise richten liess. Bibel aus dem Jahr 1712.wert 
hat, dabei aber in aller Regel für sich genommen den ge- meinten Sachverhalt sehr vereinfacht. Somit steht es in engem Bedeutungszusammenhang zum Klischee oder Vorurteil.» 3  Sascha Buchbinder und Matthias Weishaupt: Das Bild des Für- sten. Zur Problemstellung von Fürstenhaus und Staatskörper in der Geschichte des Fürstentums Liechtenstein, in: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein Bd. 103 (2004), S. 191-225. 4  Brief des Paulus an die Römer. Röm 13/1–4 in der Übersetzung von Martin Luther. 5  Landesvater oder «Väter des Landes sind diejenigen regierenden Personen, welche in Ansehung ihrer Unterthanen eben das in Acht nehmen, was Väter in Ansehung der Kinder beobachten. Nehmlich sie sorgen für die gemeine Wohlfahrt und Sicherheit und erdencken alle dazu nöthige Mittel, wodurch der Untertha- nen Wohlfarth auf das bequemste befördert werden kann, sie richten auch ihre Handlungen dergestalt ein, wie es diese Ab- sicht erfordert.» Johann Heinrich Zedler: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste. Leipzig 1732–1754. Online-Ausgabe: http://mdz10.bib-bvb.de/~zedler/ zedler2007/index.html (Stand 24. Juli 2012), hier Art. «Vater (Lan- des-) oder Väter des Landes», Sp. 735. Kapitel_6_Vogt.indd   12322.10.12   12:40
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.