Herausgeber:
Jahrbuch des HVFL
Bandzählung:
110
Erscheinungsjahr:
2011
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000326952_110/145/
147 Historischer Verein für das Fürstentum Liechtenstein, Jahrbuch Band 110, 
2011Wissenschaftliche 
Kontakte Das Projektteam pflegte auch im Jahr 2010 wissenschaft- liche Kontakte mit Forscherinnen und Forschern, die sich mit verwandten Themenbereichen auseinandersetzen. Bereits bestehende Kontakte konnten vertieft werden. So planten die Forschungsbeauftragten auf Einladung von Prof. Dr. Brigitte Mazohl die Präsentation ihrer Projekte an der Universität Innsbruck: Am 20. Januar 2011 haben sie Gelegenheit, ihre Ergebnisse im universitären Rah- men des Graduiertenkollegs «Politische Kommunika- tion» zu diskutieren. Wiederum nahm lic. phil. Martina Sochin (Liechtenstein-Institut) regelmässig an den Team- workshops teil und erweiterte den Projektfokus um wichtige migrationshistorische Fragen. Auf Anregung von Martina Sochin entstand auch eine fünfteilige Vortrags- reihe, die gemeinsam vom Liechtenstein-Institut und dem HVFL getragen wird und vom 1. Februar bis zum 1. März 2011 wöchentlich im Gemeindesaal in Gamprin stattfindet. Unter dem Titel «Wer gehört dazu? Liechten- steins Umgang mit Fremden im 19. und 20. Jahrhundert» stellen lic. phil. Klaus Biedermann, lic. phil. Veronika Marxer, lic. phil. Nicole Schwalbach, lic. phil. Martina So- chin und Dr. Regula Argast ihre Forschungsergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit zur Diskussion. Zeitplan und Ausblick Für das Jahr 2011 sind folgende Arbeitsschritte geplant: Die Niederschrift der Manuskripte zu den Teilprojekten II und III werden bis Ende März in einer ersten Fassung abgeschlossen und – nach den Feedbacks der Projektlei- tung und des Wissenschaftlichen Beirats – bis Ende Juni überarbeitet. Auch das in einer ersten Fassung bereits vorliegende Manuskript zum Teilprojekt I wird bis Ende Juni überarbeitet sein. Nachrecherchen in den relevanten Archiven sowie ergänzende Zeitzeugeninterviews wer- den parallel zur Überarbeitung der Manuskripte durch- geführt. Zur Diskussion und Koordination der Teilpro- jekte sowie zur Planung der Drucklegung werden weiter- hin Teamworkshops durchgeführt. Der Schlussbericht von Regula Argast soll bis Ende Oktober 2011 in einer ersten Fassung vorliegen. Die Drucklegung der Monogra- phien sowie des Schlussberichts erfolgt Anfang 
2012. 
Teilprojekt III: Einbürgerung unter dem Aspekt der Integration 1945 bis 2008 Im vergangenen Jahr stand die Verschriftlichung der Ergebnisse im Vordergrund. Die tabellarisch erfassten Einbürgerungsfälle der Jahre 1945 bis 1974 wurden zum Teil als Einzelfälle, zum Teil in Gruppen textlich darge- stellt, was einen vertieften Einblick in die damalige Ein- bürgerungspraxis ermöglicht. Die Entwicklung der Ein- bürgerungsgesetzgebung wurde anhand der Landtags- protokolle bis ins Jahr 2008 verfolgt. Insgesamt kommen acht Landtagsdebatten zur Darstellung. Sie reichen von einem bereits im Jahr 1950 gemachten Versuch, die Ein- bürgerung für eingesessene Ausländerinnen und Auslän- der zu erleichtern, über die Erfüllung des Postulats «Liechtensteinerin bleiben» im Jahr 1974 bis zur Einfor- derung von Integrationsleistungen wie Deutsch- und Staatskundekenntnissen im Jahr 2008. Die Analyse der Debatten erfolgte nach einem einheitlichen Raster. So ging es darum, die im Landtag vorgebrachten Anträge und Postulate in den zeitlichen Kontext zu stellen, die Pro- und Contraargumente aufzuzeigen sowie auf Argu- mentationslinien aufmerksam zu machen, die über den zeitlichen Horizont der einzelnen Debatte hinausweisen und damit umfassendere Argumentationsmuster erken- nen lassen. Als die zentralen bürgerrechtlichen Themen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erwiesen sich die Überwindung der Finanzeinbürgerung, die Gleich- stellung von Frau und Mann sowie die Integration der seit Jahrzehnten oder bereits in zweiter und dritter Gene- ration in Liechtenstein ansässigen Ausländerinnen und Ausländer in den 
Staatsverband. Wissenschaftlicher Beirat Die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats trafen sich gemeinsam mit den Forschungsbeauftragten zu zwei Sit- zungen. An der Sitzung vom 8. Februar 2010 diskutierte der Beirat die Zwischenberichte der Forschungsbeauf- tragten, an der Sitzung vom 18. Oktober 2010 standen Probekapitel zu den einzelnen Teilprojekten zur Diskus- sion. Das konstruktive Feedback des Wissenschaftlichen Beirats hat den Teilprojekten viele positive Impulse ver- liehen. Die Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats im Mai 2011 wird der Diskussion der Manuskripte aus den drei Teilprojekten gewidmet sein. Kapitel_6_JB_HVFL.indd   14726.07.11   13:47
        

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