DIE GRENZSITUATION LIECHTENSTEINS IM ZEITLICHEN UMFELD DES ERSTEN WELTKRIEGES 
  
Diese Vorschrift eines Zwangsaufenthaltes wurde als Kontumaz, was auch mit Quarantäne 
gleichgesetzt werden kann, bezeichnet. Die Sperre von zehn Tagen hatte militärische Gründe. Es 
sollte dadurch verhindert werden, dass kriegswichtige aktuelle Informationen über Frontverhält- 
nisse, Truppenbewegungen etc. weitergegeben wurden. Auch sollten damit eventuelle nachrich- 
tendienstliche Tätigkeiten erschwert werden. 
Im Juli 1918 informierte die Regierung die Ortsvorstehung von Mauren darüber, dass an der öster- 
reichischen Grenze in Mauren demnächst ein Scheinwerfer aufgestellt werde, welcher „nachts in 
Funktion gesetzt werden“ würde, und der im Maurer Riet auf 1600 Meter leuchten sollte. 
Der reduzierte, zum Teil gänzlich eingestellte Warenverkehr im kleinen Grenzverkehr sowie die 
sehr restriktiven Vorschriften für den grenzüberschreitenden Personenverkehr brachten für die 
Bewohnerinnen und Bewohner Liechtensteins schmerzliche Einschränkungen im täglichen Ge- 
  
  
21 LLA RE 1918/3027, 13. Juli 1918; 
Regierung an Ortsvorstehung Mauren. 
  
 
        

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