Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
47
Erscheinungsjahr:
2010
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000312286/33/
in der Öffentlichkeit wiederfinden. Öffentliche Meinungsbildung ist in- soweit vor allem daraufhin zu beobachten: –welche Akteure aufgrund welcher Ressourcen in welchen Foren der Öffentlichkeit zu Wort kommen, –ob und wie die unterschiedlichen Foren miteinander vernetzt sind, –welchen (möglicherweise dominierenden) Einfluss insbesondere Medienöffentlichkeit auf Versammlungs- und Begegnungsöffent- lichkeiten ausübt, –welchen normativen Anforderungen (bezüglich Offenheit, Diskur- sivität, Verständigungsorientierung) Öffentlichkeit gerecht wird oder nicht, –welchen Themenzuschnitt und welchen Deutungsrahmen (bezo- gen auf das zu untersuchende Problem) die Öffentlichkeit als «herrschende» öffentliche Meinung ausweist. Individuelle Meinungsbildung wird als ein Prozess verstanden, der zwi- schen die Konzepte öffentliche Meinung und Bevölkerungsmeinung ge- schaltet ist und insoweit darüber entscheidet, ob und in welchem Aus- mass die Bevölkerungsmeinung von der Öffentlichkeit geprägt wird. Dieser Prozess ist vor allem in Hinblick darauf zu beobachten: –wie stark der Effekt von öffentlicher Meinung auf welche Teil- gruppen des politischen Publikums ist, –welche weiteren Randbedingungen und Wirkfaktoren diesen Ef- fekt verstärken oder konterkarieren. Unter der Bildung der Bevölkerungsmeinung wird schliesslich ein rein «technischer» Vorgang der Aggregation individueller Meinungen ver- standen, wie er etwa in Wahlen und Abstimmungen oder durch Mei- nungsumfragen bewerkstelligt wird. Dieser Mechanismus ist vor allem darauf hin zu beobachten: –ob er von sich aus (!) spezifische Formen öffentlicher Kommuni- kation induziert (etwa Wahl- und Abstimmungskampf), die sich hinsichtlich beobachtbarer Merkmale vom Normalbetrieb öffent - licher politischer Kommunikation unterscheiden.33 
Öffentlichkeitstheoretische Grund lagen Wirkungsspekulationen und Bearbeitungsoptionen, die den eigenen Absichten dienlich bzw. den Interessen anderer hinderlich sind.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.