Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
47
Erscheinungsjahr:
2010
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000312286/268/
ist die Erreichbarkeit aller Stimmbürger, selbst derer mit geringer politi- scher Kompetenz, durch die gesellschaftlichen Informationsflüsse auf- fällig hoch. Das gilt namentlich für die Zuwendung zu medienvermittel- ten Informationen und politischen Gesprächen. Gerade die Gruppe der mittelstark Involvierten, deren Beeinflussbarkeit durch Information und Kommunikation annahmengemäss am höchsten ist (vgl. Zaller 1992), wird auf beiden Kanälen überdurchschnittlich gut erreicht. Insgesamt hat es den Anschein, als könnten überindividuelle Kontextbedingungen (Kleinstaatlichkeit, hohe Mobilisierungskraft des Themas) die Prägewir- kung der individuellen politischen Kompetenz für das Informationsver- halten abschwächen, allerdings keineswegs nivellieren. Ergänzend dazu werfen wir einen Blick auf den wahrgenommenen Informationsnutzen der eigentlichen Kampagne. Hierzu zählt neben den Werbeträgern im engeren Sinne auch die offizielle Abstimmungsin- formation. Diese von der Regierung an alle Stimmberechtigten ausge- händigte Broschüre fasst die wichtigsten Informationen zur Abstim- mung zusammen. Neben der eigentlichen Abstimmungsvorlage doku- mentiert sie auch die wichtigsten Argumente von Befürwortern und Gegnern einer Vorlage und die Positionen der massgeblichen politischen Kräfte. Obwohl die Regierung gesetzlich zu vollständiger, wahrheitsge- mässer und neutraler Information in den offiziellen Abstimmungsunter- 268Entstehung 
und Entwicklung der Bevölkerungsmeinung Abbildung 17: Zusammenhang von politischer Kompetenz und Zuwendung zu öffentlicher Kommunikation: Versammlungs-, Gesprächs- und Medien- öffentlichkeit ZuwendungPresseartikelGesprächeVeranstaltungen geringmittelhoch Politische Kompetenz 012345
        

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