Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
47
Erscheinungsjahr:
2010
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000312286/212/
den gesamten Zeitraum kontinuierlich an Unterstützung: die Ankündi- gung, im Falle des Misserfolgs der Verfassungsreform den Wohnsitz der Familie in die österreichische Metropole Wien zu verlegen. War diese Vorhersage anfänglich noch als unzulässige «Erpressung» kritisiert und entsprechend schwach unterstützt worden, mehrten sich im Lauf der Jahre die Stimmen, die Verständnis für diese Massnahme signalisierten und das Staatsoberhaupt in seinem Vorhaben bestärkten, nicht zuletzt um den Druck auf die Stimmbürger zu erhöhen. Im finalen Abstim- mungskampf gab es schliesslich auch Äusserungen von Reformgegnern, die den Auszug des Fürstenhauses für eine gute Idee hielten und öffent- lich unterstützten. Zwei weitere Befunde, die sich nicht mit quantitativen Daten ab- bilden lassen, sondern das Ergebnis teilnehmender Beobachtung wider- spiegeln, gehören in den hier erörterten Zusammenhang. Auf der einen Seite gab es deutliche Hinweise auf die Neigung zur Diskussions- und Diskursverweigerung bei einigen der Hauptbeteiligten. Beachtung ver- 212Öffentliche 
Kommunikation im Abstimmungsprozess Abbildung 9: Entwicklung der medienöffentlichen Zustimmung zu den meist debattierten Verfassungsbestimmungen, 2000–2003 (in Prozent) 0 
10 
20 
30 
40 
50 
60 2003 2002 2001 2000 
Richterbestellung Regierungsentlassung/Landtagsauflösung Sanktionsrecht Gemeindesezession Notrecht Umzug Fürst
        

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