Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
47
Erscheinungsjahr:
2010
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000312286/183/
mungskampf der Schlussphase zusätzlich an Bedeutung. In dieser letz- ten Phase sind zwei Drittel aller Pressebeiträge durch inszenierte Ereig- nisse ausgelöst. Nimmt man die in dieser Phase anschwellende Flut der Leserbriefe hinzu, wird deutlich, dass die Hoheit über Themensetzung, Timing und Intensität der Berichterstattung beinahe vollständig auf aus- sermediale Akteure und die von ihnen inszenierten Ereignisse überge- gangen war. Berichterstattung aus Eigenantrieb ist eine Restgrösse, und auch die Zahl genuiner Ereignisse ist naturgemäss gering. Die Phase po- litischer Verhandlungen, mit ihrer grossen Zahl an nachrichtenwerten Präsenzveranstaltungen, und die parlamentarische Beratung (genuines Ereignis) der Regierungsvorlage erscheinen demgegenüber als politische Prozessperioden mit vergleichsweise geringem Inszenierungsgrad. Medienagenda und Medienframing: Das Bild der Verfassungs - reform im Pressespiegel Die sachliche Struktur der Presseberichterstattung kann in einem ersten Zugriff anhand der Themenvariable aufgeschlüsselt werden. Sie unter- scheidet eine Vielzahl von Einzelthemen, die im Rahmen der mehrjähri- gen Verfassungsdiskussion die öffentliche Kommunikation beschäftig- ten. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden die Ausprägungen zu drei grossen Themenblöcken zusammengefasst: 
«Substantielle Verfas- 183 
Medienöffentlichkeit Tabelle 12: Informationsanlässe von Presseberichterstattung 2000–2003 (in Prozent)QuellePhase VolksblattVaterlandVerhand-parlamen-plebiszitäre lungsphasetarische PhasePhase Tätigkeit der politischen Insti-13.212.414.524.77.8 tutionen / Genuine Ereignisse Öffentlichkeitsbezogene Anlässe / 29.430.050.725.124.9 Mediatisierte Ereignisse Medienbezogene Anlässe /55.455.432.145.966.4 Inszenierte Ereignisse Sonstige1.42.52.74.30.9 N567597221255688
        

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