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Briefmarken - Josef Schádler, der Briefmarkenkünstler 
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
      
HERMANN HASSLER ^ «ln etwa 40 Jahren habe ich 42 bis 45 Marken entworfen», meint 
Josef Schádler sichtlich stolz. Es waren, nur die tatsächlich herausgegebenen Marken 
gezählt, sogar 47. Daneben hat er zahlreiche weitere Entwürfe eingereicht, entweder 
im Rahmen von Gestaltungswettbewerben oder auf Einladung des Amtes für Brief- 
markengestaltung. Doch wiederholt wurden Vorschläge anderer Kunstschaffender 
zur Ausführung bestimmt und Schädler hatte das Nachsehen: «Ausser Spesen nichts 
gewesen». Als «Trostpreis» war ihm mehrmals die Adaption der Europa-Marken für 
das Fürstentum Liechtenstein nach vorgegebenen Einheitssujets anvertraut worden. 
Im Rückblick betrachtet sind die meisten seiner abgelehnten Vorschläge als durch- 
dacht, kreativ gestaltet und den schliesslich bevorzugten als durchaus ebenbürtig 
zu beurteilen. Denselben ist anzusehen, wie viel Mühe und Zeit Josef Schädler in die 
Erarbeitung seiner Entwürfe gesteckt hat. Kein Wunder, wenn er sich mehr und mehr 
ausgegrenzt fühlte. 
1980 - seit einem halben Jahr leitete ich das Amt für Briefmarkengestaltung - mel- 
dete sich eines Tages Josef Schädler und brachte sein Herzensanliegen vor: Wie an- 
dere Entwerfer auch einmal ein Briefmarkenmotiv frei erarbeiten, anstatt lediglich 
vorgegebene Sujets von meist ausländischen Künstlern für unser Land umarbeiten 
zu dürfen. Er fand Verständnis. Bald darauf erhielt er einen Auftrag, Vorschläge für 
drei neue Weihnachtsbriefmarken zu schaffen. Es war ihm überlassen, frei und un- 
voreingenommen an die Aufgabe heranzugehen. Deshalb bekam er auch keinerlei 
Vorgaben mit auf den Weg. 
Gold, Weihrauch, Myrrhe 
Nach einigen Wochen unterbreitete Josef Schädler seine Idee: Gold, Weihrauch und 
Myrrhe, die Gaben der heiligen drei Könige an das Jesuskind, schlug er als Mar- 
ken-Motive vor. Diese bis anhin als Briefmarkenthema wahrscheinlich noch nirgends 
aufgegriffene Idee überraschte zwar, vermochte aber auf Anhieb zu überzeugen. 
Entsprechende Gefásse, ein Rauchfass, ein Kelch und eine Schatulle für das Gold 
sollten die kóniglichen Gaben versinnbildlichen. Dem Vorschlag, in der bischóflichen 
Schatzkammer der Kathedrale in Chur gemeinsam nach geeigneten Vorlagen zu su- 
chen, stimmte er interessiert zu. Der damalige bischófliche Kanzler Wolfgang Haas 
empfing uns freundlich und entgegenkommend, begrüsste unsere Pláne, zeigte und 
erklárte auführlich die zahlreichen liturgischen Schätze. Josef Schädler liess sich da- 
von begeistern. Nun sah er sich in der Lage, seine Idee auf einer realistischen Basis 
auszuführen. 
Briefmarken
        

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