Volltext: Beiträge zur Kirchengeschichte Liechtensteins

Vorwort 
Diese Dokumentation über die Seelsorger in unserem Land ist im Laufe der Jahre nebenbei 
entstanden. Den Anstoß dazu gaben Anfragen an das Dekanat, ob es in dessen Archiv nicht 
Angaben zu diesem oder jenem Seelsorger in unserem Land gebe. Die Dokumentation war 
für das Dekanatsarchiv und als Hilfe für den jeweiligen Dekan gedacht. 
Die Dokumentation «Seelsorger» zeigt, dass viele im Laufe der Jahrhunderte zum religiösen 
Leben in unserem Land maßgebend beigetragen und sicher auch diese oder jene kirchliche 
Berufung geweckt haben, die im zweiten Band «Berufungen» dokumentiert sind. Neben der 
Verkündigung und der Liturgie wurde im Bereich der Diakonie viel für die Menschen getan und 
damit Gemeinschaft aufgebaut. Mit den Seelsorgern hängt die Geschichte der einzelnen Pfar- 
reien eng zusammen. Darum wird in den tabellarischen Lebensläufen verschiedenes erwähnt, 
was während der Zeit ihres seelsorgerlichen Dienstes geschehen ist. 
Es sind die Seelsorger bis Dezember 1997 erfasst; denn mit der Errichtung des Erzbistums 
Vaduz hat eine neue Epoche in der Kirchengeschichte unseres Landes begonnen. Die Le- 
bensläufe jener, die zu dieser Zeit oder früher einen seelsorgerlichen Dienst hatten, wurden 
über den genannten Zeitpunkt weiter geführt. Im Geist der Ökumene sind auch die Pfarrer der 
Evangelischen und der Evangelisch-Iutherischen Gemeinde in die Dokumentation aufgenom- 
men worden. 
Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil sind viele Laien in den Pfarreien tätig geworden und 
haben die Arbeit der Seelsorger mitgetragen. Papst Johannes Paul Il. richtete bei seinem Pas- 
toralbesuch in Liechtenstein am 8. September 1985 in der Pfarrkirche von Vaduz ermutigen- 
de Worte an alle Seelsorger und die Laien, die in verschiedenen pastoralen Bereichen mitar- 
beiteten: 
«In euch grüße ich die bestimmenden Kräfte, die tragenden Glieder im Leben der Ortskirche. 
Von eurer geistigen Vitalität, von eurem Ernst und Einsatz in den jeweiligen Aufgabenbereichen 
hängt weitgehend das religiöse Leben in euren Gemeinden ab. Ich danke euch, dass ihr euch 
mit eurer persönlichen Berufung so hochherzig für die Mitarbeit im Reiche Gottes zur Verfü- 
gung stellt. Zugleich ermutige ich euch im Namen Jesu Christi in eurem vielfältigen Wirken zum 
natürlichen und übernatürlichen Wohl der euch anvertrauten Menschen und Einrichtungen». 
Diese Dokumentation möchte ein Zeichen der Anerkennung und Dankbarkeit dafür sein, was 
Priester und Laien im Laufe der Zeit für die Menschen gewirkt haben — auch im Sinn der Auf- 
forderung des Hebräerbriefes: 
«Denkt an eure Vorsteher, die euch das Wort Gottes verkündet haben; schaut auf das Ende 
ihres Lebens, und ahmt ihren Glauben nach! (Hebr 13,7)». 
Bendern, am Hohen Osterfest 2009 
Franz Näscher, Pfr. i. R.
	        

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