Volltext: Beiträge zur Kirchengeschichte Liechtensteins

Schellenberg Guta, von 
Edle von Schellenberg 
13./14. Jh.  Chorfrau des adeligen Frauenstiftes in Lindau (Bayern) 
1286-1335 Fürstäbtissin in Lindau’ 
urkundlich erwähnt: 
1288, 17. März: im Pachtbrief für das Hospital in Lindau, betreffend einen 
Hof in Rickenbach bei Lindau 
1291, 11. August: in einem Teilungsbrief* 
1307, 14. März: bei der Beilegung von Streitigkeiten mit der Stadt Lindau 
wegen der Seelsorge im Armenspital, vollzogen zusammen mit Ulrich von 
— Schellenberg im Münster zu Schaffhausen, vor dem St. Magdalenen-Altar, ° 
1309, 2. Februar: im Lehenbrief für das Wegenkloster in Ulm, mit Engelhard 
von Schellenberg als Zeuge. * 
1314, 1. März: als Zeugin in einem Kaufvertrag ® 
1317, 1. März: in einer Verzichtserklärung des Ritters Albrecht von Klingen- 
berg® 
1333, 22. April: Stiftung einer Kaplanei in Lindau zusammen mit Ulrich von 
— Schellenberg” 
1335, 15. Juli: beim Verkauf ihres Weinzehent in Lindau ® 
RK 25. Oktober: gestorben in Lindau: 
«Obiit aeptissen Guota von schellenberch hat vsgisetzet ieglicher Frown laer- 
lich ainen aimer wines dz wir singint salue regina an den Freitaga ze vesper 
den win sol gen welu eptissen den ist, vnd ain Fuoder wines us der vsel zaim 
jarzit.»° 
Guta ist vermutlich eine Schwester des Heinrich von — Schellenberg und des Konrad von — Schellen- 
berg. '° Es ist nicht sicher, ob dieselbe Äbtissin so lange-regiert hat oder ob es nicht zwei mit dem glei- 
chen Namen Guta waren, die 1286 bis 1340 in den Urkunden vorkommen, z.B. Guta von — Trisun.'' 
Ulmer: Burgen. S. 961. Die Äbtissin von Lindau hatte fürstlichen Rang, trug Ring und Stab, führte den Titel 
«Hochwürdige und gnädige Frau»; sie gebot nicht nur über ihr Kloster und dessen ausgedehnte Besitzun- 
gen, sondern war auch Herrin über ein bedeutendes Gebiet, worüber sie auch die Gerichtsbarkeit hatte. 
LUÜB 1/5. S. 32; Nr. 19. 
? KbL 7, S. 48f. - LUB 1/5 S. 53f, Nr. 44, 
‘ LOB V5, S. 715, Nr. 530. 
5 Jbl. 4, S. 172, Nr. 535. - LUB V5 , S. 66, Nr. 57. 
5 LUBV5 , S. 69f, Nr. 60. 
” JbL 4, S. 174, Nr. 540. - LUB 1/5 , S. 86f, Nr. 79. 
* LUB 5 ; S. 90f, Nr. 82. 
? JbL 1, S. 182, Nr. 12. - LUB I/5, S. 182, fol. 20b und S. 186, Anm. 21. 
0 Jbl. 7, S. 18. 
"LUBV/5 , S. 184f, Anm. 12. 
535 
376
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.