Volltext: Beiträge zur Kirchengeschichte Liechtensteins

1767: Ausbau des Westtraktes des Schlosses zu einem Priesterseminar 
für Unterösterreich (1767-1785), Stifter der Bibliothek 
1777 Administrator des Erzbistums Wien 
während der neun Monate dauernden Abwesenheit von Fürsterzbischof 
Kardinal Migazzi in seinem zweiten Bistum Waizen 
1757-1775 Pfarrer in Ebersdorf an der Donau 
(nach Abschluss der Bautätigkeit in Heiligenkreuz-Gutenbrunn) 
1768, 7. Dezember: Weihe der Waisenhauskirche an Rennweg 
1775 25. Mai: gestorben in Wien 
28. Mai: beigesetzt in Heiligenkreuz-Gutenbrunn* 
Eltern: Ulrich Marxer (1660c.- 1705, ©1703), Sattler, und Maria Katharina Schmid, von Frastanz 
(Vorarlberg).® 
Weihbischof Franz Anton Marxer ist ein Halbbruder des Wiener Domherrn Joseph Matthias Hotz und 
ein Onkel des Prämonstratenserchorherrn Alois —& Wolf, Sohn seiner Halbschwester Magdalena Hotz, 
verehelichte Wolf. 
Bibliographie: 1748: Herausgabe des Ebersdorfer Wallfahrtsbüchleins. 
Lebenslauf: JbL 28, S. 137-146. - Rieder, Georg: Ignaz Parhamer’s und Franz Anton Marxer’s Leben 
und Wirken. Wien 1872. — Vallaster, Christof: Die Bischöfe Vorarlbergs. Dornbirn 1988, S. 46-53. 
Porträt: In der Propstei Kirnberg an der Mank (Niederösterreich) 
Donnerstag, den 25. Mai 1775, Nachmittags, 
am Feste der Himmelfahrt des Herrn 
starb hier der hochwürdige, hochedelgeborene 
und hochgelehrte Herr Franz Anton Marxer, 
Bischof zu Chrysopolis, 
der Weltweisheit und der Gottesgelehrheit Dr., 
des hohen Erzstiftes zu St. Stephan Dompropst. 
Dechant zu Kürnberg 
Herr zu Gutenbrunn und Reidling, 
Ihrer k.k. apoSt. Majestät Rath, ZZ 
Sr. hochfürstl. Eminenz des Herrn Kardinal 
und Erzbischoffen zu Wien Suffragan, 
in Spiritualibus et Pontificalibus 
Vicarius Generalis et Officialis, 
dann der uralten und weltberühmten Wienerischen 
Universität Kanzler, 
im 71. Jahre seines ruhmvollen Lebens.* 
Der 12-jährige Wolfgang Amadeus Mozart dirigiert dabei seine erste vollständige Messe (Waisenhaus- 
messe). 
In der Gruft unter dem Hochaltar; sein Herz hingegen in Kirnberg unter der ersten Stufe zum Altar in der 
Xaveri-Kapelle. 
Gemeinde Ruggell: Stammtafeln. S. 137. - Ulrich Marxer hatte am 13. Februar 1684 in erster Ehe Magda- 
lena Atzger von Tisis, Heiligenkreuz, Gasthaus «Schwarzer Adler», geheiratet; nach ihrem Tod 1703 verehe- 
lichte er sich im selben Jahr mit Maria Katharina Schmid, von Frastanz, die 1706 in zweiter Ehe Christian 
Hotz heiratete. Der frühe Tod von Ulrich Marxer als «optimus Christianus» (Totenbuch von Tisis) am 21. Mai 
1705 dürfte der Grund sein, warum Bischof Marxer keine Beziehung zu Ruggell gehabt zu haben scheint. 
Das Wienerische Diarium. Nr. 42. vom 27. Mai 1775. 
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