Volltext: Beiträge zur Kirchengeschichte Liechtensteins

Franziskanische Gemeinschaften 
Im Laufe der Zeit entstanden verschiedene Kongregationen und Gemeinschaften, die dem 
franziskanischen Ideal nachlebten. 
Baldegger Schwestern 
1830 erkannte der Hochdorfer Kaplan Josef Leonz Blum die Notwendigkeit einer Schule für 
Landmädchen, die er im alten Schloss Baldegg (LU) einrichten wollte. So kam es zur Grün- 
dung der «Schwestern von der Göttlichen Vorsehung», auch «Baldegger Schwestern» ge- 
nannt. Sie wirken an Schulen, in Heimen für Blinde und Behinderte, in Spitälern, Alters- und 
Pflegeheimen und seit vielen Jahren auch in der Dritten Welt. 
1902-1990 KGerster Sr. M. Bibiana Vaduz 
1900-1985 Wohlwend Sr. M. Adjuta Eschen 
1912-2002 Biedermann Sr. Marie-Theres Schellenberg 
1933-1990 Biedermann Sr. M. Pica Ruggell 
1938 Biedermann Sr. M. Franziska Ruggell 
Menzinger Schwestern 
1844 gründete der Kapuzinerpater Theodosius Florentini die Kongregation der «Schwestern 
vom Heiligen Kreuz», auch «Menzinger Schwestern» genannt. Die Schwestern sollten körper- 
liche Not lindern, Kinder erziehen und lehren. Sie übernahmen Gemeindeschulen, gründeten 
Pensionate und ein eigenes Lehrerinnenseminar. Man rief sie in Kinder-, Arbeiterinnen- und 
Bürgerheime. 1883 reisten die ersten Schwestern in die Missionen. 
1863-1933 Öhri Sr. Zita Ruggell 
1880-1944 Marxer Sr. Honorata Eschen 
1890-1932 Hoop Sr. Medarda Ruggell 
1928 Büchel Sr. Oswaldis Ruggell 
1935 Biedermann Sr. Lucis Maria Ruggell 
Ingenbohler und Haller Schwestern 
1856 entstand durch Maria Theresia Scherer und P. Theodosius Florentini OFMCap in Ingen- 
oohl (SZ) die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz, kurz «Ingen- 
bohler Schwestern» genannt. Wir finden sie ab 1852 in einfach eingerichteten Spitälern, Ar- 
men- und Waisenhäusern, in Fabrikheimen und Schulen, wo sie sich um jene Menschen 
kümmerten, die damals vernachlässigt waren. Manche dieser anfänglichen Aufgaben stehen 
heute unter Aufsicht des Staates oder anderer Organisationen. Dafür sind neue Aufgaben da- 
zugekommen: Sie betreuen körperlich und geistig behinderte Kinder in Heimen und Sonder- 
schulen, helfen im Religionsunterricht und in der Pfarreiarbeit mit, besorgen die mannigfachen 
Arbeiten in Priester- und Bildungshäusern, begleiten ledige Mütter und ihre Kinder ein Stück 
ihres Weges. 
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