Volltext: Beiträge zur Kirchengeschichte Liechtensteins

1885: Plan einer Ordensniederlassung in Bendern 
Im Jahre 1885 bestanden Pläne für die Niederlassung des Zisterzienserinnenkonventes von 
Rathausen (LU). Seit der Aufhebung am 13. April 1848 durch das Luzerner Kantonsparlament 
suchte er nach einer neuen Bleibe. Am 11. Juni war Pfarrer Häusle (+ Bd. 1) zu einer Bespre- 
chung im Kloster Mehrerau bei Bregenz. ! Der Plan kam nicht zustande. 1902 konnte sich der 
Konvent im ehemaligen fürstbischöflichen Schloss Thyrnau (Bayern) niederlassen. 
1903-1904: Klösterliche Niederlassung in Nendeln 
Am 24. Mai 1903 ersuchte Abt Francois Rampon als zuständiger Oberer der in Frankreich ver- 
folgten Franziskanerinnen-Kongregation «Providences agricoles de St-Isidore» in Seillon bei 
Bourg-en-Bresse, Ain, für ein Jahr um Aysl in Liechtenstein, wofür Agnes Büchel ihr Haus in 
Nendeln zur Verfügung stellte. Dem Zweck der Kongregation entsprechend, entstand bald 
der Plan für eine Waisenanstalt zur Ausbildung in der Landwirtschaft, wofür das Domkapitel 
Chur seine Güter in Schaan anbot. Doch am 21. September 1904 reisten die zwölf Schwes- 
tern mit ihrem Priester Peretti nach Torres auf Sardinien.? 
1941-1945: Jesuiten in Balzers, Missionshaus Gutenberg 
In den Jahren 1941 bis 1945 überließen die Salettiner das Hauptgebäude auf Gutenberg den 
Jesuiten aus Feldkirch, nachdem bereits 1938 von den Nationalsozialisten dem dortigen 
Gymnasium Stella Matutina und dem internationalen Priesterseminar Collegium Canisianum 
in Innsbruck die staatliche Anerkennung entzogen und die Gebäude enteignet worden waren. 
Die Jesuiten nutzten das Haus Gutenberg für ihr zweijähriges Noviziat. Novizenmeister war P. 
Alfred Ebneter SJ. 
1945: Schönstätter Marienschwestern in Schaan, 
St. Laurentiusbad 
Die Schönstätter Marienschwestern wurden 1926 von Pater Josef Kentenich gegründet. Ur- 
sprungsort wie geistlicher Mittelpunkt ist Schönstatt, ein Ortsteil von Vallendar bei Koblenz 
(Rheinland-Pfalz). Im Mai 1938 bezogen drei Schwestern ein kleines Bauernhaus in Gams (SG). 
Auf der Suche nach einem Sitz für die Schweizer Provinz kamen sie 1948 nach Quarten (SG). 
Vom 1. Juni bis 1. Oktober 1945 arbeiteten zwei der Schwestern, die in Gams Wohnsitz be- 
zogen hatten, im St. Laurentiusbad in Schaan und bildeten dort eine kleine Gemeinschaft. © 
" Archiv der Abtei Mehrerau: Tagebuch von P. Dominikus Willi OCist. 
* LLA: RE 1903/0870 und RE 1904/0108. - LVo 11. November 1904. 
? Mitteilung der Archivarin der Schönstätter Marienschwester in Quarten (SG), 30. Januar 2009 
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