Volltext: Beiträge zur Kirchengeschichte Liechtensteins

Missionare U. L. Frau von La Salette (MS ') 
Gründung 
1852 gründete Bischof Philibert de Bruillard von Grenoble die «Kongregation der Missionare 
Unserer Lieben Frau von La Salette» zur Betreuung des Wallfahrtsortes, der nach der Marien- 
erscheinung am 19. September 1846 auf der einsamen Alp über La Salette in den südfranzö- 
sischen Alpen entstanden war. 
Die Schweizer Provinz der Salettiner geht auf das Jahr 1924 zurück und hat ihren Hauptsitz 
in Mörschwil (SG), wo im Herbst jenes Jahres das «Missionshaus Untere Waid» eröffnet wur- 
de. Gleichzeitig wurde ein Untergymnasium eingerichtet unter dem Namen «Missionsschule 
Untere Waid». Die Schule besteht unter weltlicher Leitung bis heute. Dort wurde 1933 auch 
ein eigenes Noviziat eingeführt, das sich zuvor in Turin (I) befunden hatte. Die Schweizer 
Provinz der Salettiner, zu der die Quasi-Provinz Angola (1946 gegründete Mission) gehört, 
zählt heute rund 100 Mitglieder. Diese sind tätig in Niederlassungen, Pfarreien und Missions- 
stationen in der Schweiz, in Liechtenstein, in Deutschland und in Angola. Die Generalleitung 
hat ihren Sitz in Rom. 
Niederlassung in Liechtenstein* 
Zum Kauf des so genannten «Schlosses» auf Gutenberg kam es durch den Kaufvertrag vom 
4. Januar 1935 mit der Gemeinde Balzers. Maßgeblich am Gelingen beteiligt waren Pfarrer 
Leonhard Hollweck (-» Bd. 1) und P. Gabriel van Roth. Bereits am 1. Oktober 1935 eröffneten 
Salettiner mit 26 Schülern ein Progymnasium und führten bis 1939 zwei Klassen. Von 1939 
bis 1941 befand sich das Noviziat der Schweizer Provinz auf Gutenberg. In den Jahren 1941 
bis 1945 überließen die Salettiner das Hauptgebäude den Jesuiten, die von den Nationalso- 
zialisten aus Feldkirch vertrieben worden waren (S. 465). 1945 bis 1954 diente es erneut als 
Noviziat der Salettiner. 
Am 5. Oktober 1954 wurde ein Lyzeum in Verbindung mit dem Gymnasium Untere Waid er- 
Öffnet, in dem zwei Gymnasialklassen zur Liechtensteinischen Matura geführt wurden, nach- 
dem das Collegium Marianum 1953 bis 1962 auf dieses Recht verzichtet hatte. Im Jahre 1964 
erfolgte der südliche und östliche Anbau mit einer Kapelle und großzügigen Schulräumen. 
1973 wurde das Lyzeum wegen der schulpolitischen Frage der Anerkennung der Liechten- 
steinischen (Gutenberger-) Matura aufgegeben und eine Kooperation mit den Palottinern in 
Gossau (SG) eingeleitet. 
Neben ihrer schulischen Tätigkeit leisteten die Patres Aushilfen in der Region, übernahmen 
Pfarrvertretungen und waren auch außerhalb von Gutenberg als Lehrer tätig. 
' Missionarii Beatae Mariae Virginis a La Salette. N 
* Dank gebührt P. Eduard Mäder MS für vielen Hinweise und Ergänzungen — auch in den Lebensläufen. 
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