Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
46
Erscheinungsjahr:
2009
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000304372/99/
schliessen nicht aus, dass wir, dank unserer geopolitischen Lage, auch gute Beziehungen zu Österreich pflegen, und sei es etwa im Bereich der Rechtskultur. Wir hätten zum Beispiel unser österreichisches Sachen- recht beibehalten sollen. Und ich hoffe, dass wir bei der Familienrechts- reform im Kulturraum des ABGB bleiben. Unsere Beziehungen zum Europarat, der uns stärkt, bestens pflegen. Wir sollten auch die Sozial- charta ratifizieren. Weiterhin gute Mitarbeit an der KSZE. Sowie: der UNO beitreten. Ich sprach von politischem Argumentieren, von Machtlosigkeit, von der Eigenart und Andersartigkeit Liechtensteins, die letztlich nie- mandem gefährlich wird, von menschenfreundlicher Ordnung und Qualität, von Streuung der Aussenbeziehungen. Wenn dieser Staat glaubwürdig ist, wenn wir ihn mit Stolz verteidigen können und vertei- digen, werden wir nicht ohne Freunde sein. Halten Sie mich nicht für naiv! Ich bin kein völliger Neuling im 
Geschäft. 2.«Instrumentales» – einige weiter zu vertiefende Gedanken a) Angesichts der überwältigenden Aufgaben mit hohem Schwierigkeits- grad (Fragen Liechtenstein–Schweiz und Liechtenstein–EG): Bestellung eines vollamtlichen Aussenministers oder, vielleicht besser, eines von der Regierung berufenen, erfahrenen wie angesehenen, erstklassigen europäischen Integrationsfachmannes als Sonderdelegierten mit be- stimmtem, zeitlich befristetem Mandat für die Integrationsfragen (ein- schliesslich genügenden Befugnissen innerhalb unserer Verwaltung). Erforderlichenfalls weitere Integrationsexperten beiziehen. Bei Bedarf die Verleihung des Staatsbürgerrechtes (ehrenhalber) nicht ausschliessen. Alle Kreise unserer Wirtschaft sind durch geeignete Vertreter mitein - zubeziehen. Beizug weiterer, geeigneter Liechtensteiner ausserhalb der Verwaltung. Der Sonderdelegierte verhandelt in den Aussenangelegen- heiten oder ist der massgebende Spezialist in der vom Regierungschef oder Aussenminister geleiteten Delegation. b) Errichtung einer ständigen Vertretung in Brüssel, eventuell auch einer Vertretung in New York (UNO) und Washington gemeinsam.99 
Liechtenstein und die europäische Integration
        

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