Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
46
Erscheinungsjahr:
2009
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000304372/93/
höchstem Schwierigkeitsgrad, sie betreffen sowohl das Verhältnis zur Schweiz wie zur europäischen Integration. Und die Antworten sind nicht leicht und nicht rasch aus dem Ärmel zu schütteln. Wo für jede Ba- gatelle Experten bezahlt werden, hätten hier schon längst erstklassige In- tegrationsexperten eingeschaltet werden müssen. Gregor Steger5hat aus Schweizer Beamtenkreisen gehört: Liech- tenstein verlasse sich auf das Vordenken der Schweiz. So brauchen wir auch nicht der UNO beizutreten. Schade ums 
Geld. FL-EFTA-Regelung:Nachdem die grösseren Mitglieder ausgestie- gen sind, wäre unsere Position zu verstärken. Die Anspannung der sech- ziger Jahre hat nachgelassen. Nach 28 Jahren EFTA: Kein einziger Ge- danke zu einer Positionsverbesserung ist in der aussenpolitischen Inter- pellationsbeantwortung vom letzten Jahr – jetzt neu herausgegeben auf Kunstdruckpapier – zu 
finden. GATT:24 Prozent unserer Exporte gehen nicht in den EG-EFTA- Raum. Mit der Uruguay-Runde, in der der internationale Agrarhandel im Zentrum steht, haben sich die Welthandelsnationen, nach Staatsse- kretär Blankart6, «in das wohl anspruchsvollste Vorhaben der Welthan- delsgeschichte gestürzt: Es gilt, das (für uns vitale) Welthandelssystem des GATT den Erfordernissen der Jahrhundertwende anzupassen». Liechtenstein muss hier unbedingt seine Interessen wahrnehmen. 2. Wenn wir die Probleme der asymmetrischen Verträge oder Regelun- gen betrachten (siehe Gegenüberstellung), ahnen wir, welche Bedeutung es hat, gleichzeitig die Flanke zu stärken, wo wir gleichberechtigt wie an- dere Nationen auftreten, Mitglied sind und eine Stimme haben. AsymmetrischGleichbehandelt FL–EGInternationaler Gerichtshof ZollvertragKSZE (Konferenz) FL–EFTAEuroparat GATTUNO?93 
Liechtenstein und die europäische Integration 5Anm. der Redaktion: Dr. Gregor Steger (1921–1990) war von 1965 bis 1970 Regie- rungsrat der FBP. Von 1974 bis 1984 gehörte er dem Staatsgerichtshof an. 6Anm. der Redaktion: Der Diplomat Franz A. Blankart war zwischen 1987 und 1993 unter anderem Schweizer Verhandlungsleiter bei der Urugay-Runde des GATT.
        

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