Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
46
Erscheinungsjahr:
2009
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000304372/30/
Ehren und Ehrungen blieben nicht aus. Sie bestätigen und aner- kennen seine politische und wissenschaftliche Leistung. Sie widerspie- geln auch die Ausstrahlung, die von Gerard Batliners Wirken über die Landesgrenzen hinaus ausging. Alle Auszeichnungen aufzureihen be- käme einen seriellen Anschein. Es sei nur erwähnt, dass er 1975 zum Fürstlichen Justizrat ernannt wurde. 2001 wurde er Ehrenmitglied des Historischen Vereins des Fürstentums Liechtenstein. Die Universität Basel ernannte ihn 1988 zum Ehrendoktor und die Universität Inns- bruck verlieh ihm dieselbe Würde im Jahre 2001. Zu seinem 65. Ge- burtstag 1993 erschien eine umfangreiche Festgabe mit Beiträgen inter- national bekannter Rechtsgelehrter, Historiker, Sozial- und Wirtschafts- wissenschafter zum Grundthema «Kleinstaat und Menschenrechte». Gerard Batliner lebte in den Spannungsfeldern von Heimat und Staat. Die kleinräumige Heimat mit allen emotionalen Facetten musste glaubhaft nach Innen und Aussen in das verfassungsrechtliche Abstrak- tum Staat integriert werden. Die Denkwege waren dabei streng und steil. Grössere Nationalstaaten glaubten, dass es Liechtenstein, um Staat zu sein, an Kraft und Macht mangle. So argumentierte er aus der Enge der vertrauten Heimat in den Versammlungen der Nationalstaaten und in wissenschaftlichen Arbeiten für die Souveränität Liechtensteins im Ver- trauen auf die Kraft des Rechts und der Evidenz der Geschichte. Er meinte aber, dass letztlich das Ergebnis in einer anderen Hand läge. Gerard Batliner war eine starke, ausserordentliche Persönlichkeit, zugleich aber auch warmherzig, gütig, loyal und voller Menschlichkeit. 30Georg 
Malin Gerard Batliner im Arbeitszimmer seines Wohnhauses auf Aspen in Eschen
        

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