Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
46
Erscheinungsjahr:
2009
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000304372/202/
Der Liechtensteinische Entwicklungsdienst: Ein Juwel Ansprache anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums des Liechtensteinischen Entwicklungsdienstes LED am 23. März 2005 im Theater am Kirchplatz in Schaan «No state can stand wholly alone», sagte kürzlich Kofi Annan, der Ge- neralsekretär der Vereinten Nationen. Kein Staat kann gänzlich allein stehen, kein grosser, kein kleiner, auch keine Gesellschaft. Sozusagen live und ununterbrochen drängen Bilder kaleidoskopisch aus aller Welt an uns heran. Es sind Bilder von den Schönheiten der Erde, über Naturde- saster, über Menschen in Not, von helfenden Händen und Organisatio- nen, über «Weltgipfel», vom bewegenden Aufstand der Demokratie in der Ukraine, von Oscar-Verleihungen, vom Sport, Berichte über nach Asien driftende Arbeitsplätze, dezimierte Tier- und Pflanzenarten, ebenso über das Sich-Bilden und Auftreten einer verantwortlich-sensi- bilisierten, geschwisterlichen Weltzivilgesellschaft. Wir wussten natürlich immer schon von anderen Völkern, Kultu- ren und Sprachen. Wir «wussten» es. Aber erst unserer Generation ist das Zurückgeworfensein auf unsere eine Erde real, gleichsam physisch unter die Haut gehend erfahrbar geworden. Wir waren die ersten, die nach 1968 dank der Mondflüge eine revolutionäre Umkehr der Perspek- tive erlebten, den Blick aus dem Weltall auf unseren Planeten richteten, auf den «blauen Planeten», als wir bei der Mondumrundung mit den Au- gen der Astronauten die Erde aufgehen sahen. Alan Shepard, einer der geschildertermassen unsentimentalsten Astronauten, berichtet: «Aber als ich [am 05.02.1971] auf dem Mond stand und zum erstenmal die Erde sah, habe ich geweint.» Der «blaue Planet»: Terre des hommes, unser aller Wohnadresse oder aller «Mitglieder der menschlichen Familie», so in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte 1948. Nach den beiden grossen Kriegen, erstmals «Welt»-Kriegen, war 1945 die UNO gegründet worden, um weltweit alle Staaten, ob gross oder klein, zur Erhaltung und Förderung des Friedens, der Freiheit und Gerechtigkeit zuammenzuführen. «Wir, die Völker der Vereinten Nationen», so beginnt deren Charta 1945 203
        

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