Die Schilderung der Italienreise im Jahre 1897 
von Egon Rheinberger 
Im Fürstlichen Domänenarchiv in Wien befindet sich das hand- 
geschriebene Aktenstück 1898 / No. 75. Das Schreiben ist an S. D. 
Fürst Johann II. von und zu Liechtenstein gerichtet. Der Bericht 
trägt das Datum vom 31. Januar (1898). Die Italienreise, die Egon 
Rheinberger - er war damals siebenundzwanzigjährig - Ende April 
/ Anfang Mai 1897 mit seinem Künstlerfreund und Bildhauer 
Georg Wrba angetreten hatte, führte ihn Anfang Dezember 1897 
über Innsbruck wieder nach Vaduz zurück. Georg Wrba wird in 
diesem Bericht nicht erwähnt. 
Egon Rheinberger, der diese Studienreise durch Italien dank 
einem Fürstlichen Reisestipendium durchführen konnte, schildert 
in dem sechs Seiten umfassenden Schreiben seine Reise über den 
Brenner nach Verona, dann weiter nach Florenz, Neapel, Palermo, 
Rom und über Rimini, Ravenna, Modena, Parma, Mantua und 
Innsbruck wieder zurück in heimatliche Gefilde. Einige Stellen 
dieses Berichtes sind in dem vorgängigen Beitrag dieser Publika- 
tion zitiert, die Schilderung der Reise und der dabei gewonnenen 
Eindrücke soll hier jedoch in der Gesamtheit erstmals publiziert 
werden, kommt doch damit Egon Rheinberger ganz authentisch 
zur Sprache. 
Die Reiseschilderung war nicht nur ein Dank an S. D. den Landes- 
fürsten Johann II. für das gewáhrte Reisestipendium, sie sollte 
zugleich auch eine Empfehlung des jungen Künstlers Egon Rhein- 
berger in die Dienste des Fürsten sein, die dann mit dem Auftrag 
zur künstlerischen Beteiligung am Wiederaufbau und an der 
Renovation der Burgen Kreuzenstein und Liechtenstein in Mód- 
ling bei Wien noch im selben Jahre 1898 ihre Früchte fand. Diese 
Arbeiten Egon Rheinbergers waren gleichsam die Lehrstücke für 
den Wiederaufbau der Ruine Gutenberg bei Balzers in den Jahren 
1905 bis 1910. 
Im Anhang an die Edition dieser Schilderung geben Skizzen, die 
auf dieser Italienreise entstanden sind, Einblicke über Stationen 
und Kunstwerke, die Egon Rheinberger im besonderen beein- 
druckt und inspiriert haben. 
36 Die Schilderung der Italienreise 
Norbert W. Hasler 
  
 
        

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