rekt am vergleichsunabhängigen Willkürverbot (Sachlichkeitsgebot); da die Regelung als solche sachlich nicht begründet werden kann, ist sie willkürlich. 3.Gesetze, die nicht gegen den Gleichheitssatz verstossen a)StGH 1993/3; vergleichendes, Sachlichkeitsgebot, objektiver Prüfungsmassstab bei der Gesetzesprüfung?/ Appellentscheidungen Die Art. 45-51 KO73teilen die Gläubiger in verschiedene Klassen ein mit jeweils absolutem Befriedigungsanspruch gegenüber nachrangigen Gläubigergruppen. Diese Einteilung wurde zur Zeit der Erlassung 
als sachlich gerechtfertigtangesehen. Der Staatsgerichtshof betrachtet sie aus heutiger Optik für bedenklich, denn diese Einteilung der Gläubiger in verschiedene Konkursklassen bedeute eine 
Ungleichbehandlung der Gläubiger.Der Staatsgerichtshof verweist auf den Gesetzgeber, dessen Einsatz hier gefragt sei, zu entscheiden, ob er einige wenige Konkurs - klassen (schweizerische Lösung) oder den klassenlosen Konkurs (öster- reichische Lösung) wähle. «Hier ist nun primär der Einsatz des liechtensteinischen Gesetzge- bers gefragt, um eine ausgewogene Gesamtlösung zu finden. Diese verfassungsrechtliche Zurückhaltung wäre allenfalls erst dann auf- zugeben, wenn der Gesetzgeber trotz der aus 
grundrechtlicher Sicht nicht unbedenklichen Gesetzeslagelängere Zeit nicht tätig würde.»74 Der Staatsgerichtshof macht eine vergleichsbezogene Sachlichkeitsprü- fung/Willkürprüfung, indem die verschiedenen Gläubigergruppen mit- einander verglichen werden. Es ist davon auszugehen, dass Gesetze jederzeit dem Gleichheits- satz entsprechen müssen. Der Staatsgerichtshof stellt fest, die Bestim- 96Gleichheitsgrundsatz 
und Willkürverbot in der Rechtsetzung 73Gesetz vom 17. Juli 1973 über das Konkursverfahren (Konkursordnung), LGBl. 1973 Nr. 45/2 i. d. g. F. 74StGH 1993/3, Urteil vom 23. November 1993, LES 1994, S. 37 (39).
        

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