wird im UNO-Pakt II also nicht in einheitlicher Weise gebraucht, wobei der UNO-Pakt II jedenfalls kein allgemeines umfassendes Willkürverbot enthält.28 Der UNO-Menschenrechtsausschuss interpretiert den Begriff «Willkür» im Zusammenhang mit den einzelnen garantierten Rechten in einem weiten Sinne.29Darüber hinaus finden sich in einigen Ent - scheidungen auch Anklänge an ein allgemeines umfassendes Willkür - verbot.30 3.EWR-Abkommen Das EWR-Abkommen legt in Art. 11 fest, dass mengenmässige Ein- fuhrbeschränkungen sowie alle Massnahmen gleicher Wirkung zwischen den Vertragsparteien verboten sind. Gleiches gilt gemäss Art. 12 des EWR-Abkommens für mengenmässige Ausfuhrbeschränkungen sowie alle Massnahmen gleicher Wirkung. Unter anderem aus Gründen der öf- 52Grundlagen 
zum Willkürverbot 28Vgl. zu alldem ausführlich Uhlmann, S. 111 ff. 29So hat der UNO-Menschenrechtsausschuss etwa im Hinblick auf Art. 9 Abs. 1 UNO-Pakt II (Verbot der willkürlichen Festnahme und willkürlichen Haft) festge- halten: «The drafting history of article 9, paragraph 1, confirms that ‹arbitrariness› is not to be equated with ‹against the law›, but must be interpreted more broadly to include elements of inappropriateness, injustice, lack of predictability and illegality.» Communication No. 1085/2002, Taright et al. v. Algeria, CCPR/C/86/D/1085/ 2002, §8.3. Zum Willkürbergriffs des UNO-Menschenrechtsausschusses siehe auch Nowak Manfred, U.N. Covenant on Civil and Political Rights. CCPR Commen- tary, 2. Aufl., Kehl/Strasbourg/Arlington 2005, Art. 6, Rz 12 ff., Art. 9 Rz 28 ff., Art. 12 Rz 49 ff., Art.13Rz 8 und Art. 17, Rz 12 ff. Vgl. ferner Achermann Al- berto/Caroni Martina/Kälin Walter, Die Bedeutung des UNO-Paktes über bürger- liche und politische Rechte für das schweizerische Recht, in: Kälin Walter/Malin - verni Giorgio/Nowak Manfred (Hrsg.), Die Schweiz und die UNO-Menschen- rechtspakte. La Suisse et les Pactes des Nations Unies relatifs aux droits de l’ homme, 2. Aufl. Basel 1997, S. 155 ff. (161 ff.; 176 ff.; 200 ff.) 30So hat der UNO-Menschenrechtsausschuss zu Art. 14UNO-Pakt II (Gleichheit vor dem Gericht) etwa festgehalten: «The Committee recalls that, in general, it is the responsibility of the appeal courts in States parties, not the Committee, to review the findings of facts in a case and the way in which national courts and authorities have interpreted national laws unless it can be proved that the courts’ decisions were clearly arbitrary or constituted a denial of justice.» Communication No. 866/1999, Lafuente et al. v. Spain, CCPR/C/72/D/866/1999, § 6.2. Vgl. dazu auch Uhlmann, S. 117 f.
        

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