dieses Gesetzes bekommen Berufsbauern finanzielle Beiträge, während Hobbybauern kein Geld erhalten. Der Staatsgerichtshof kommt zum Schluss, es sei nicht relevant, ob ein Beitragsanspruch auch von Klein- und Hobbybauern sachgerecht oder möglicherweise sogar sachgerechter wäre als die geltende Regelung, die Hobbybauern ausschliesst. Es stehe in der politischen Entscheidungskompetenz des Gesetzgebers, dass er Hobbybauern nur bestimmte, besonders aufwendige Bewirtschaftungs- arten honoriert und sie dadurch gegenüber Berufsbauern ungleich (schlechter) behandelt. Es sei jedenfalls nicht so, dass diese Lösung des Gesetzgebers 
geradezu unhaltbar und somit willkürlichwäre.96 Auch in dieser Entscheidung prüft der Staatsgerichtshof ein Gesetz di- rekt am vergleichsunabhängigen Willkürverbot. Für den Staatsgerichts- hof ist nicht relevant, was die sachgerechte Lösung wäre, sondern er be- schränkt sich auf den reduzierten Massstab der Vertretbarkeit (unhalt- bar) im Sinne eines eingeschränkten Sachlichkeitsgebotes. d)StGH 2000/54; vergleichsunabhängiges, differenziertes Sachlichkeitsgebot In der Entscheidung StGH 2000/54 hat es der Staatsgerichtshof abge- lehnt, eine Bestimmung des Ehegesetzes aufzuheben, die bei der Be- schlussfassung im Landtag hoch umstritten war und von der Regierung selbst als 
systematisch verfehltgehalten wurde. Der Staatsgerichtshof führt in seinen Erwägungen aus, Art. 74 Abs. 2 Ehegesetz97sei Teil der 103 
Subsumtionsformeln a) sich der Betriebsstandort im Inland befindet, und b) der Betrieb mehr als 900 Arbeitsstunden pro Jahr in der Landwirtschaft aufwen- det.» In Art 3 Abs. 2 des Gesetzes vom 21. März 1996 über die Abgeltung ökologischer und tiergerechter Leistungen in der Landwirtschaft (Abgeltungsgesetzes) heisst es weiter: «Personen mit Wohnsitz im Inland können Abgeltungsbeiträge beantragen, wenn sie a) im Berggebiet oder in den Hanglagen extensiv genutzte Flächen oder wenig in- tensiv genutzte Wiesen bewirtschaften, und b) die bewirtschaftete Fläche mindestens 0,5 Hektaren beträgt.» 96Vgl. StGH 2004/5, Urteil vom 27. September 2004, S. 13, noch n. p. 97Art. 74 Abs. 2 des Ehegesetzes vom 13. Dezember 1973, LGBl. 1974 Nr. 20, in der Fassung des Gesetzes vom 17. Dezember 1998, LGBl. 1999 Nr. 28 lautete: «Zum an-
        

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