Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
43
Erscheinungsjahr:
2007
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000276928/688/
rifmässige Entlohnung kann durchaus zwischen dem Rechtsschutzge- suchsteller und dessen Rechtsvertreter (Rechtsanwalt) vereinbart wer- den. Sie braucht aber vom Gegner im Falle des Prozessverlustes nicht er- setzt zu werden.1260Wird eine Partei durch Bevollmächtigte vertreten, welche nicht dem Stande der berufsmässigen Parteienvertreter angehö- ren, ist der unterliegende Gegner nur zum Ersatze der Stempel- und an- deren Staatsgebühren und der durch die Prozessführung verursachten notwendigen Barauslagen zu verhalten (§ 42 Abs. 2 ZPO). b) Praxis Der Staatsgerichtshof zieht für die Anwaltskosten generell den für das zivilgerichtliche Verfahren anwendbaren Anwaltstarif und zwar den für das Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof geltenden Tarif 3C analog heran.1261Die Honorarrichtlinien der Liechtensteinischen Rechtsan- waltskammer sind für den Staatsgerichtshof nicht verbindlich.1262Dem- zufolge bestimmen sich die Kosten der Parteienvertreter nach den Vor- schriften des Gesetzes über den Tarif für Rechtsanwälte und Rechts- agenten und der Verordnung über die Tarifansätze der Entlohnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten.1263Der Staatsgerichtshof bemisst im Individualbeschwerdeverfahren die Kosten der Parteienvertreter in kon- stanter Praxis nach dem einfachen TP 3C.1264Er hat in seiner bisherigen 688Fortgang 
des Verfahrens 1260Rechberger/Simotta, S. 192, Rz. 294. 1261StGH 1994/19, Urteil vom 11. Dezember 1995, LES 2/1997, S. 73 (78); StGH 1996/5, Urteil vom 30. August 1996, LES 3/1997, S. 141 (148); StGH 2004/77, Ur- teil vom 29. November 2005, nicht veröffentlicht, S. 8; StGH 2006/30, Urteil vom 2. Oktober 2006, nicht veröffentlicht, S. 40; vgl. auch § 41 Abs. 2 ZPO. 1262StGH 2005/21, Urteil vom 28. September 2005, nicht veröffentlicht, S. 12; vgl. auch StGH 1996/5, Urteil vom 30. August 1996, LES 3/1997, S. 141 (148). 1263So ausdrücklich für die Verfassungsbeschwerdeverfahren StGH 1998/45, Urteil vom 22. Februar 1999, LES 1/2000, S. 1 (7); siehe auch StGH 1994/19, Urteil vom 11. Dezember 1995, LES 2/1997, S. 73 (77 f.) und StGH 1996/5, Urteil vom 30. Au- gust 1996, LES 3/1997, S. 141 (148). 1264StGH 1994/19, Urteil vom 11. Dezember 1995, LES 2/1997, S. 73 (77); StGH 1996/5, Urteil vom 30. August 1996, LES 3/1997, S. 141 (148); StGH 1996/36, Ur- teil vom 24. April 1997, LES 4/1997, S. 211 (217); StGH 1999/28, Entscheidung vom 29. Februar 2000, LES 1/2003, S. 5 (9); StGH 2002/17, Entscheidung vom 16. Sep- tember 2002, LES 3/2005, S. 128 (135); StGH 2002/84, Entscheidung vom 14. April 2003, LES 4/2005, S. 252 (260); StGH 2002/23, Entscheidung vom 19. November 2002, nicht veröffentlicht, S. 16; StGH 2002/44, Entscheidung vom 14. April 2003, nicht veröffentlicht, S. 8; StGH 2002/45, Entscheidung vom 17. September 2002, nicht veröffentlicht, S. 15; StGH 2002/46, Entscheidung vom 17. September 2002,
        

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