Herausgeber:
Sonstige universitäre Einrichtungen
Erscheinungsjahr:
2007
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000274424_48/96/
     
    
94 Höhere Töchterschule 1946 bis 1973 
  
Das Institut war im ersten Jahrzehnt nach der Gründung bei den Liech- 
tensteinern in erster Linie eine Schule für die Oberländer Mädchen, je- 
doch nicht fur alle.380 Vornehmlich wurde die Hohere Tochterschule von 
Mädchen aus Schaan besucht, aber auch Töchter aus Vaduz und Triesen 
gingen ins Institut St. Elisabeth. Unterländer Mädchen oder Schülerinnen 
aus den restlichen Oberländer Gemeinden waren nur vereinzelt in einigen 
Jahrgängen zu finden und blieben eine Ausnahme. Vor den Mädchen aus 
dem Unterland entdeckten Schweizerinnen die Schule und das ange- 
schlossene Internat des Instituts. Regelmässig waren Schweizerinnen in 
den Klassen zu finden. Auch im Süden Deutschlands und in Österreich 
sprach sich der Ruf der neuen Höheren Töchterschule am Institut St. Eli- 
sabeth herum. Seit Anfang der 1950er Jahre kamen vermehrt Schülerin- 
nen aus dem deutschen und österreichischen Raum nach Schaan in die 
Schule. Diese Schülerinnen — aber auch Schweizer Schülerinnen, die nicht 
direkt an der Grenze zu Liechtenstein wohnten — rekrutierten sich zu 
einem grossen Teil aus Gemeinden und Gebieten, in denen die ASC- 
Schwestern wirkten und sich bekannt gemacht hatten.?!1 Die Schaanerin- 
nen, Vaduzerinnen und Triesnerinnen, allen voran aber fortdauernd auf- 
grund der geographischen Nähe die Mädchen aus Schaan, blieben stets an 
der Spitze. Ab Mitte der 1950er Jahre weitete sich das Spektrum beim 
Herkunftsort der Schülerinnen zunehmend und wurde mit norddeutschen 
Mädchen zudem überregional. Einzelne Jahrgänge wurden über den 
deutschsprachigen Raum hinaus international — mit Schülerinnen aus 
beispielsweise den USA, Kamerun, Schweden, Italien, Ungarn und Jugo- 
slawien.382 Auch scheint fur diese Zeit eine erste Vorbotschaft an Untet- 
380 Zu den Schülerinnen(zahlen) existieren die Rechenschaftsbetichte der Regierung 
sowie zwei von den Schwestern geführte Klassenlisten. Eine mit der einfachen 
Angabe der Gesamtschiilerinnenzahl pro Klasse und der Konfessionsangabe. Eine 
andere, in der jede einzelne Schülerin mit Wohnort, Nationalität und dem Beruf 
des Vaters ausgewiesen wird. Die Listen stimmen jedoch weder untereinander 
noch mit den in den Rechenschaftsberichten der Tn publizierten Zahlen 
überein. Da die Konfessionszahlen in den Rechenschaftsberichten nur lückenhaft 
und für die ganze Schule (also inklusive Haushaltsschule und Volksschule-Privat- 
unterticht) ausgewiesen werden, verlasse ich mich in Bezug auf den Herkunftsort, 
die Nationalität und die Konfession auf die internen Statistiken der Schule. Zu den 
in den Rechenschaftsberichten der Regierung publizierten Angaben können leichte 
Diskrepanzen bestehen. 
381 Siehe dazu eine Zusammenstellung aller Wirkungsorte der ASC der deutschspra- 
chigen Provinz in: Spieler, Wenn das Weizenkorn stirbt, 633—636. 
382 Bei dieser Aufzáhlung muss Vorsicht geboten werden, da auch Mádchen auslán- 
discher Nationalitát, die aber in Liechtenstein aufgewachsen waren, als Auslán- 
derinnen gezáhlt wurden. So kam beispielsweise ein belgisches Mädchen nicht el-
        

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